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TTIP

Kein Kuhhandel zu Lasten der Bauern

pd/ug
am
02.05.2016

München - Im Internet tauchten geheime Verhandlungspapiere zum Handelsabkommen TTIP auf. Das Brisante daran: Sie schlagen einen Deal zu Gunsten unserer Automobilbranche vor, der zu Lasten der Landwirtschaft gehen würde.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat geheime Dokumente zum Freihandelsabkommen TTIP ins Netz gestellt. Insgesamt 240 Seiten umfassen die veröffentlichten Verhandlungstexte. An Stelle eins der wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Papieren stellt das Nachrichtenportal "Spiegel online" einen Verhandlungspunkt, in dem die USA verlangt, dass die Europäer Zölle auf Agrarprodukte senken und mehr Lebensmittel kaufen, die in den USA produziert werden. Im Gegenzug stellen sie Europas Autoherstellern in Aussicht, US-Zölle für ihre Fahrzeuge komplett zu streichen.

In einer ersten Reaktion hat der Bayerische Bauernverband vor einseitigen Zugeständnissen zu Lasten der Bauern gewarnt. Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl sagte: „Die Amerikaner versuchen Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz gegen die wirtschaftlichen Interessen unserer Automobilindustrie auszuspielen. Doch faule Kompromisse oder einen Kuhhandel zu Lasten von Bauern und Verbrauchern darf es keinesfalls geben!“

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