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Waldbau

Keine Deckelung des Holzeinschlags durch EU-Parlament

Harvester
pd
am
15.09.2017

Berlin - Das Europaparlament hat die Einwände der Waldeigentümer bei ihrer Abstimmung am Mittwoch über die LULUCF-Verordnung (land use, land use-change und forestry) aufgenommen, mit der die Treibhausgasaufnahme und -emissionen in der Land- und Forstwirtschaft erfasst werden sollen.

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich am Mittwoch u.a. mehrheitlich für flexible Regeln hinsichtlich der Waldnutzungsgrenzen entschieden. Jetzt gelte es, so Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, in den anstehenden Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, Parlament und Rat das volle Potential der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und des nachgelagerten Holz- und Papiersektors als einen wichtigen Baustein zur Abschwächung des Klimawandels zu verankern. Zu Guttenberg: „Forst und Holz leisten einen enorm wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Ausbau der Bioökonomie. Gottseidank ist das auch in Brüssel angekommen und verstanden worden!“

 

Die LULUCF-Verordnung ist die dritte Säule der EU-Klimaschutzpolitik, die das Pariser Klimaschutzabkommen in den EU-Mitgliedstaaten umsetzt. Da Bäume beim Wachstum CO₂ aufnehmen und der Kohlenstoff auch in langlebigen Holzprodukten gespeichert wird, leistet der Sektor Forst und Holz einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre.

Immerhin nehmen Europas Wälder laut Eurostat jährlich rund zehn Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen auf. Mit Auslaufen des Kyoto-Protokolls (2020) und zur Umsetzung des Pariser Abkommens will die EU das weltweit erste LULUCF-Anrechnungssystem installieren. Bislang waren die EU-Mitgliedstaaten lediglich verpflichtet, über ihre Treibhausgasaufnahme und -emissionen zu berichten.

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