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Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR)

Klimaschutz geht anders

Energieverbrauch bei Holzbau
pd
am
14.02.2017

Berlin - Nach Ansicht des Deutschen Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) blickt der neue Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes mit Scheuklappen auf die Bauwirtschaft.

Das Energieeinsparrecht zu vereinheitlichen, ist schon lange überfällig. Doch mit dem aktuellen Referentenentwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das Energieeinsparverordnung und Wärmegesetz zusammenführen soll, vergibt das Bundesbauministerium (BMUB) nach Einschätzung des Deutschen Holzwirtschaftsrates die Chance, endlich den gesamten Gebäude-Lebenszyklus in den Blick zu nehmen. 

Ziel des Gesetzes ist, „im Interesse des Klimaschutzes, der Schonung fossiler Ressourcen und der Minderung der Abhängigkeit von Energieimporten dazu beizutragen, die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung (…) zu erreichen, und eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen.“ Insbesondere soll ein klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 sowie die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte auf 14 Prozent bis zum Jahr 2020 erreicht werden. 

Dass besonders im Gebäudesektor großes Potenzial schlummert, um die Klimabilanz zu verbessern, ist lange bekannt. Doch Gebäude werden nicht nur genutzt, sondern zuvor gebaut und letztendlich recycelt. 

Hier liegt mittlerweile ein größeres Potential Treibhausgase einzusparen als in der Nutzungsphase von Gebäuden. Die Baustoffe unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Klimarelevanz teilweise erheblich. Warum, so die Frage des DHWR, also fokussiert sich der Gesetzentwurf wieder nur auf die Bewertung der Energieeffizienz in der Nutzungsphase von Gebäuden, obwohl die entscheidende Frage letztlich lauten muss: Wie kann beim Bauen und Wohnen das meiste CO2 eingespart werden?

Substitutionseffekt nicht berücksichtigt

Mit der Holzbauweise sind je nach Bauteil technisch schon heute weitaus schärfere Grenzwerte ohne weiteres zu erfüllen, sein wahres Potenzial entfaltet die Holzbauweise aber in der CO2-Gesamtbilanz von Gebäuden, so der DHWR. Im Herstellung- und Entsorgungsprozess nichterneuerbarer Baumaterialien wird eine große Menge CO2 freigesetzt – häufig so viel, wie in mehreren Jahrzehnten der Nutzung verbraucht wird. Klimapolitisch sei deshalb nicht nachvollziehbar, dass dies weder im Gesetz, noch in der Energiebilanz des Gebäudes oder im Energieausweis berücksichtigt wird. 

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