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Fischerei

Kommt Angelverbot für Freizeitfischer?

Freizeitfischer
pd
am
24.04.2017

Berlin - Neues Ungemach aus dem Bundesumweltministerium. Jetzt soll es den Freizeitfischern an den Kragen gehen.

Das Bundesumweltministerium plant, in den Verordnungsentwürfen zur Ausweisung der marinen Schutzgebiete in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ-Schutzgebietsverordnungen) die Freizeitfischerei zu verbieten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprach sich gegen diesen Vorschlag  aus.

Die stellvertretende Vorsitzende Gitta Connemann bezeichnete die  Fischerei als einen traditionell wichtigen Bestandteil von Wirtschaft und Kultur an der Küste sowie an Flüssen, Seen und Teichen. Auch als Attraktion für den Tourismus trage sie zur Wirtschaftskraft bei. "Wir hoffen, dass Bundesumweltministerin Hendricks endlich einlenkt und das Angelverbot endgültig aufgibt. Damit sich die Bestände weiter erholen können und damit unsere Ostseefischer eine wirtschaftliche Perspektive haben, sind wir nach intensiven Verhandlungen zu einem vertretbaren Ergebnis in der Dorschfangquote gekommen. Diese haben wir zugleich mit Maßnahmen und Ausgleichszahlungen zur Unterstützung der Fischer flankiert.“

Der haushaltspolitische Sprecher der Fraktion Eckhardt Rehberg meinte, dass es innerhalb der Fraktion kein Ausspielen von Fischern gegenüber Freizeitfängern geben werde: "Zur Unterstützung der Fischereibetriebe aufgrund gekürzter Fangquoten für Dorsch in der westlichen Ostsee, haben wir die Mittel um zwei Millionen Euro erhöht. Somit stehen insgesamt 4,2 Millionen Euro zur Verfügung, die um EU-Mittel weiter ergänzt werden.“

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