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EU-Ökoverordnung

Laborwerte sind der falsche Maßstab

pd
am
05.12.2016

München - Der Bayerische Bauernverband ist gegen eine bloße Rückstandskontrollen bei Bio-Lebensmitteln. „Laborwerte sind der falsche Maßstab bei der Frage ‚Bio-Lebensmittel oder nicht?‘ Den Unterschied machen häufig andere Verfahren und Prozesse, die nicht immer einen unmittelbaren Einfluss auf das Endprodukt haben müssen. Nichts destotrotz bilden sie das Fundament die Arbeit unserer Biobauern“, sagt Alfred Enderle, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

Enderle

Die Revision der EU-Ökoverordnung soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Am Mittwoch sind die Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und Rat in die entscheidende Phase gegangen. Diskussionen gibt es nach wie vor über den Vorschlag der EU-Kommission, wonach künftig ausschließlich Rückstandskontrollen darüber entscheiden könnten, ob ein Produkt ein Bio-Lebensmittel ist oder nicht. Das BBV-Präsidium hat diese Pläne von Anfang an als grundlegend falsch kritisiert.

"Wenn es nur auf Rückstandskontrollen ankommt, bekommen Produkte aus der Retorte vielleicht schon bald das Bio-Siegel", kritisiert BBV-Umweltpräsident Alfred Enderle.

„Laborwerte sind der falsche Maßstab bei der Frage ‚Bio-Lebensmittel oder nicht?‘ Den Unterschied machen häufig andere Verfahren und Prozesse, die nicht immer einen unmittelbaren Einfluss auf das Endprodukt haben müssen. Nichts destotrotz bilden sie das Fundament die Arbeit unserer Biobauern“, sagt Alfred Enderle, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

„Wenn es nur auf Rückstandskontrollen ankommt, bekommen Produkte aus der Retorte vielleicht schon bald das Bio-Siegel, während ein umweltfreundlich erzeugtes Produkt von einem bayerischen Biohof bei der Endkontrolle durchfällt. Das können weder Verbraucher, noch wir Bauern wollen!“

Deshalb ist es aus Enderles Sicht entscheidend, dass auch künftig der gesamte Entstehungsprozess eines Bio-Lebensmittels Grundlage für die Kontrollen gemäß der EU-Ökoverordnung bleibt. Andernfalls könnten die Standards in Tierhaltung und Ackerbau leicht unterlaufen werden, es drohen massive Wettbewerbsnachteile für die bayerische Biobauern drohen.

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