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Gewerbeflächen

Landfraß: Keine Lockerung des Anbindegebots

Gewerbegebiet
pd
am
21.06.2017

München - Der Landesentwicklungsplan hatte eine Lockerung des Anbindegebots vorgesehen. Das soll nun doch unterbleiben.

Die bayerische Staatsregierung wollte ursprünglich das Anbindegebot bei der Ausweisung von Gewerbeflächen lockern. Damit hätte sich Gewerbe ohne große Hürden an Autobahnausfahrten und entlang von vierspurigen Bundesstraßen – „auf der grünen Wiese“ also – ansiedeln können. Nun soll bei solchen Vorhaben vorab geprüft werden, ob ein geeigneter, angebundener Alternativstandort vorhanden ist.

Von Anfang an hat sich der Bayerische Bauernverband für Änderungen bei den Plänen zur Fortentwicklung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) eingesetzt. Nach dem Widerstand des Bauernverbandes und vieler anderer Verbände haben nun Erwin Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, und die CSU-Fraktion im Landtag angekündigt, die Lockerung des Anbindegebots zu bremsen. „Das ist ein wichtiger Erfolg für den Erhalt der bayerischen Kulturlandschaft“, sagt BBV-Generalsekretär Hans Müller. „Es dürfen nicht einfach immer mehr landwirtschaftliche Flächen unter Teer und Beton verschwinden. Die Wiesen und Äcker sind Lebensgrundlage für uns alle – schließlich wachsen auf ihnen Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe.“

Die Entwicklung des ländlichen Raums muss „im Ausgleich mit der Bewahrung der hohen Qualität bayerischer Heimat erfolgen“, heißt es in dem Antrag, der am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss beraten wird. „Der Bauernverband setzt darauf, dass dies dann auch vor Ort umgesetzt wird“, sagt Müller.

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