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Berufsgruppen

Landtagswahl - Bauern bleiben der CSU treu

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
15.10.2018

Debakel für die Volksparteien - so lautet meist das Resümee zur Landtagswahl. Bei den Bauern trifft dieser Trend nicht zu, das gilt zumindest für die CSU.

Bauern Landtag

Laut Untersuchung der Forschungsgruppe Wahlen e. V haben die Landwirte zu 66 Prozent die CSU gewählt. Es folgen die Freien Wähler mit 15 Prozent. Beide Parteien schneiden bei den Bauern besser ab als im Landesdurchschnitt.

Alle anderen Parteien konnten nur noch einstellige Ergebnisse erzielen. Für die Grünen schlagen fünf Prozent, für die FDP zwei Prozent und für die AfD sieben Prozent zu Buche. Sie liegen damit bei den Bauern deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Mit den Parteien im Mitte-Links-Segment haben die bayerischen Bauern fast nichts im Sinn. Die SPD kam gerade einmal auf ein Prozent, die Linke auf 0.

 

Vergleich zu 2013 - Ergebnisse zweier Umfrageunternehmen

Landtag 2013

 

Landtagswahl 2013

 

Gegenüber 2013 konnten die beiden stärksten Parteien in Bayern, die CSU und die Freien Wähler, sich in der Gunst der Landwirte halten.

Vor allem bei der CSU fällt auf, dass die Bauern sich 2018 nicht abgewandt haben, sondern sie weiterhin in gleicher Größenordnung gewählt haben. Damit haben sich die Landwirte dem allgemeinen Wählertrend widersetzt.

Für die SPD gilt, dass sie im Fahrwasser des Abstiegs mitgedümpelt ist. Für die Grünen lässt sich aufgrund der abweichenden Statistikwerte für  2013 keine Aussage treffen. Bei der FDP hat sich der Anteil halbiert.

Die AfD trat 2018 zum ersten Mal an. Damit entfällt hier ein Trendwert.

Hinweis der Redaktion: Wir haben die Ergebnisse von zwei verschiedenen Umfrageinstituten angeführt, um aussagefähigere Ergebnisse zu erzielen. Zum einen von Infratest/Dimap, zum anderen von der Forschungsgruppe Wahlen. Beide Umfragen weisen unterschiedliche Zahlen für das Wahlverhalten der Landwirte für 2013 auf. Für 2018 gab es von Infratest/Dimap keine Auswertung für Landwirte mehr. Deshalb der folgende Hinweis:

Bei den Aussagen zu den Berufsgruppen handelt es sich um Trendaussagen. Auf den Wahlzetteln ist natürlich nicht vermerkt, welcher Berufsgruppe der Wähler angehört. Die Aussagen kommen durch Umfragen von Forschungsinstituten zustande. Es handelt sich also um Wahrscheinlichkeitsaussagen, die nicht am unmittelbaren Zahlenwert zu fixieren sind, aber die Größenordnung widerspiegeln.

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