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Grüne Bewegung

Landtagswahlen - Aus drei B’s werden vier

Bienenstock
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Simon Michel-Berger, Wochenblatt
am
22.12.2017

Wer in Bayern Wahlen gewinnen will, muss auf die „drei B’s“ achten: Bauern, Bürgermeister, Beamte. Um die drei muss sich der Freistaat besonders kümmern.

Alexandra Königer

Das wiederholt der designierte Ministerpräsident Markus Söder immer wieder. Er soll die CSU als Spitzenkandidat im kommenden Jahr in die Landtagswahl führen. Hört man ihm oder auch CSU-Chef Horst Seehofer in letzter Zeit genau zu, taucht ein viertes B auf: Bienen – als Sinnbild für ökologische Themen.

Seehofer zeigt sich nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen beeindruckt von den Grünen. Er lobt ihre fachliche Kompetenz und ist sensibel geworden für Kernthemen der Ökopartei. Probleme wie das Artensterben oder Flächenfraß sind in seinem Kopf angekommen. Das ist nicht in der ganzen Partei so, aber auch die, die diese Probleme gerne bis zuletzt vom Tisch gefegt haben, beginnen nachzudenken.

Das hat zwei Gründe: Einerseits treiben die Grünen in Bayern die CSU vor sich her, beispielsweise mit ihrem Volksbegehren zum Flächenfraß, für das sie derzeit Unterschriften sammeln. Da muss sich die CSU was einfallen lassen, sie hat das Thema bisher sträflich vernachlässigt.

Und es reift die Erkenntnis, dass die Politik – anders als in der Vergangenheit – Argumente braucht, um vor der Gesellschaft milliardenschwere Ausgleichszahlungen zu rechtfertigen, die für die Landwirtschaft teilweise überlebensnotwendig sind. Und da sind wir wieder bei den Bauern.

Nur gemeinsam mit der Landwirtschaft ist gesellschaftlichen Anliegen Rechnung zu tragen, betonten Söder und Seehofer auf dem CSU-Parteitag. Die Bauern bleiben ein wichtiger Schlüssel zum Wahlsieg. Und ein paar Bienen summen jetzt auch mit. Das ist gut so: Bienen und Bauern widersprechen sich nicht, sie sind eine prägende Einheit für unser Land.

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