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Wirtschaftlichkeit

Das Leid der Schäfer

Schäfer Demonstration
Schäfer demonstrieren für ihren Berufsstand: Jeder will die Schäfer haben, aber keiner will dafür bezahlen. © imago/epd
von am
26.03.2018

Schafhalter stehen für Naturschutz und Pflege der Kulturlandschaft. Sie sind politisch gewollt, aber viele stehen wirtschaftlich vor dem Aus.

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch die Situation der Weidetierhaltung, insbesondere der Schafhalter diskutiert. Eing waren sich die Politiker darin, dass sie die Schafhaltung erhalten wollen. Es bleibt aber die Frage nach dem Wie.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, und der zuständige Berichterstatter Hermann Färber erklärten dazu, dass die Schafhalter einen einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten würden. Schafe und andere Weidetiere seien für eine umweltfreundliche Nutzung insbesondere von Überschwemmungsgebieten, grundwassernahen und ertragsschwachen Standorten unverzichtbar. Daher soll für den Berufstand geworben werden und junge Menschen dazu ermutigt, in diesem Bereich tätig zu werden.

Beim Geld gehen dann die Meinungen auseinander. Eine Weidetierprämie betrachtet die Unionsfraktion als kritisch, da dies eine Abkehr von der Orientierung der Agrarpolitik am Marktgeschehen bedeuten würde. Zumal die Schafhalter in Deutschland bereits über die Betriebsprämien und verschiedene Maßnahmen im Rahmen der zweiten Säule der Europäischen Agrarpolitik (GAP) gefördert würden, von denen auch flächenarme Betriebe profitieren würden. Insgesamt würde der Sektor heute deutlich mehr Unterstützung erhalten als zu Zeiten der Mutterschafprämien.

Das dürfte den Schafhaltern kaum weiterhelfen. Vor allem die sogenannten Wanderschäfer stehen vor finanziellen Problemen.

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