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Politik

Lösungen statt Lippenbekenntnisse!

von , am
11.05.2015

<b>Herrsching</b> - In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Kreisbäuerinnen und Kreisbauern einen politischer Einsatz für bäuerliche Familienbetriebe in Bayern.

© BBV
Am Donnerstag und Freitag sind die Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner des Bayerischen Bauernverbandes im Haus der bayerischen Landwirtschaft zusammenkommen. „In der öffentlichen Diskussion wird ein verzerrtes Bild unserer Arbeit gezeichnet und beinahe täglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl vor rund 140 Ehrenamtlichen. „In der öffentlichen Diskussion wird ein verzerrtes Bild unserer Arbeit gezeichnet und beinahe täglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben“, sagte BBV Präsident Heidl vor rund 140 Ehrenamtlichen. „Die grüne Wahlkampf-Maschinerie und die an Schlagzeilen und Spendengeldern ausgerichteten Aktionen von Umweltverbänden sorgen für Verunsicherung bei den Bürgern und Bauern. Zwar gibt es in dieser Situation viele Lippenbekenntnisse für die bäuerlichen Familienbetriebe, doch ich vermisse Lösungen. Stattdessen lässt sich die Koalition durch diese gezielte Meinungsmache in einen planlosen Aktionismus treiben, immer neue Themen aus der Land- und Forstwirtschaft werden auf die Tagesordnung gesetzt – ohne jedoch in substanziellen Fragen sachorientierte Antworten zu liefern.“
In einer gemeinsamen Erklärung fordern die 140 Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner des Bayerischen Bauernverbandes deshalb von den bayerischen Politikern in Brüssel, Berlin und München, klar Position zu beziehen und sich zu praxistauglichen und leistbaren Rahmenbedingungen für die bäuerlichen Familienbetriebe zu bekennen.
Die Liste politischer Baustellen ist lang, die Themenpalette reicht von der Erbschaftsteuer über die Veröffentlichung der Empfänger von EU-Agrargeldern, die Diskussion zur Tierhaltung, die neuen Regelungen zur Düngung und zur Güllelagerung bis hin zur Energiewende. „Die Bäuerinnen und Bauern erwarten von der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung eine klare und selbstbewusste Positionierung, sodass am Ende die Praxistauglichkeit und die Leistbarkeit für bäuerliche Familienbetriebe gewährleistet sind. Schließlich geht es nicht nur um die über 750.000 Menschen, die auf und von den Bauernhöfen in Bayern leben, sondern auch um die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.
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