Login
Obstsorten

Lubera rebelliert gegen Sortenschutzprüfung

pd
am
25.01.2017

Kobelt - Der Züchter will eine neue Apfelsorte ohne offizielle Listung, ohne Sortenschutz und auch ohne Markenschutz, also ohne "gar nichts", wie der Züchter in einer Pressemitteilung schreibt, auf den Markt bringen.

Apfel

Seit dem 1.1.2017 dürfen von den wichtigsten Obstarten neue Sorten nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie eine aufwändige Sortenschutzprüfung hinter sich haben – auch wenn man gar nicht Sortenschutz machen will. Damit wird es nach Aussage von Lubera viel teurer, neue Nischensorten auf den Markt zu bringen. Und der Züchter  kritisiert, dass mit dieser Regelung Kreativität, Vielfalt und auch züchterische Motivation behindert werde.

Damit das aber nicht so komme, will Lubera "ein Zeichen für die Freiheit der Pflanzen, für die Freiheit der Früchte setzen" und schreibt: ". . . werden wir eine neue Apfelsorte ohne diese offizielle Listung, ohne Sortenschutz und auch ohne Markenschutz, ohne gar nichts auf den Markt bringen. Natürlich ist dieser wunderschöne Apfel illegal, er ist ’verboten‘. Aber wir rufen alle Pflanzenfreunde auf, ihn zu pflanzen, möglichst zu vermehren und noch weiter in Umlauf zu bringen. Dann würde ein verbotener Apfel endlich wieder einmal etwas Gutes bewirken."

Auch interessant