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Machbarkeitsstudie

LVÖ hält stark wachsenden Ökolanbau für machbar

Kantne
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
09.08.2019

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau sieht ihren Standpunkt mit einer neuen Machbarkeitsstudie bestätigt.

Die Studie zeige, so die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern), die guten Voraussetzungen für ein weiteres dynamisches Wachstum des Ökolandbaus und der Biobranche in Bayern auf, sowohl was die landwirtschaftliche Erzeugung, als auch die Verarbeitung und die Vermarktung betreffe. „Bayern verfügt bereits über gut ausgebaute Strukturen im Anbau, in der Verarbeitung und im Handel mit Bio-Lebensmitteln“, fasst Hubert Heigl, erster Vorsitzender der LVÖ Bayern zusammen. „Durch klug abgestimmte und konsequent umgesetzte Maßnahmen können wir in den nächsten Jahren auch in denjenigen Bereichen, in denen das Potenzial bisher noch nicht ausgeschöpft wird, entscheidende Fortschritte machen und die gesetzten Ziele erreichen“, so Heigl weiter.

So sieht die LVÖ Steigerungspotential in folgenden Bereichen:

  • Außer-Haus-Verpflegung und Lebensmittelhandwerk - Wie die Studie aufzeige, liege in der vermehrten Verwendung von Bio-Lebensmitteln in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung ein wichtiger Hebel, um die Nachfrage nach bayerischen Bio-Produkten zu steigern. Ein gemeinsam mit der Branche zu entwickelndes ‚Aktionsprogramm Öko in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung‘ mit entschiedenen Zielvorgaben und praxisnahen Konzepten, wie sie die Autorinnen und Autoren der Machbarkeitsstudie empfehlen, wäre auch aus Sicht der LVÖ ein wichtiger Ansatz. Gleiches gilt für die vorgeschlagene ‚Mittelstandsinitiative bayerische Öko-Ernährungswirtschaft‘, bei deren Ausarbeitung auch das Wirtschaftsministerium gefragt sei.
     
  • Private Nachfrage durch bessere Information weiter steigern - Dazu soll die breite Öffentlichkeit noch besser über Bio-Lebensmittel und deren Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil informiert werden. „Bewährte Instrumente wie die Bio-Erlebnistage und das Bayerische Bio-Siegel müssen fortgesetzt und in ein noch umfassenderes Kommunikationskonzept eingebettet werden, fordert Heigl.
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