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Blühstreifen

Mehr Streifen mit Greening und Kulap

Hans Müller (Generalsekretär Bayerischer Bauernverband), Hubert Bittlmayer (Ministerialdirektor Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)
am
26.01.2017

München - Das Greening geht in diesem Jahr in die dritte Runde, und die Landwirte haben sich mit den zahlreichen Spielregeln vertraut gemacht. Die meisten von ihnen setzen bei den ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) auf Zwischenfrüchte, Eiweißpflanzen und Brachen, also auf flächige Greening-Varianten.

Blühstreifen

Zur Frühjahrsaussaat 2017 empfehlen das bayerische Landwirtschaftsministerium und der Bayerische Bauernverband (BBV) gemeinsam, den einzelbetrieblichen „Greening-Mix“ noch um die streifenförmigen ÖVF zu bereichern. Mit den Pufferstreifen an Gewässern, Ackerstreifen an Waldrändern und Feldrandstreifen können wir einen deutlichen Mehrwert für Natur, Umwelt und das Landschaftsbild erreichen und Nutzungskonflikte entschärfen.

Bitte nehmen Sie Ihre Flächen in den Blick: Wo würden sich Randstreifen anbieten? Vielleicht entlang eines Bachlaufs, eines Spazierweges, einer viel befahrenen Straße oder an einem Waldrand? Die Streifen können auch mit Blühmischungen eingesät werden und damit attraktiv für Bienen und andere Insekten und nicht zuletzt für Menschen werden.

Zwar sind genaue Regeln zu den ÖVF-Streifen zu beachten, aber sie sind machbar, wie die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben. Für die Mehrfachantragstellung wurden in iBalis eigene Instrumente geschaffen, damit das digitale Erfassen vergleichsweise schnell und unkompliziert von der Hand geht. Betriebe können bei der Umsetzung von ÖVF auch die Kombinationsmöglichkeit mit vier Kulap-Maßnahmen nutzen (siehe Wochenblatt 1/2017, S. 32). Kulap-Anträge können bis 17. 2. gestellt werden.

Der BBV und das Landwirtschaftsministerium empfehlen Ihnen, wenden Sie sich bei Fragen an die Landwirtschaftsämter und BBV-Geschäftsstellen. Nutzen Sie außerdem Beratungsangebote für die individuelle Greeningumsetzung und die Informationsveranstaltungen zur Mehrfachantragstellung.

In 2016 haben bayerische Bauern bereits 2200 km ÖVF-Streifen angelegt, wenn man von einer Durchschnittsbreite von zehn Metern ausgeht. Wenn wir dies 2017 deutlich steigern können, setzen wir alle zusammen noch mehr sichtbare Zeichen in der Landschaft und werben für eine natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft. Bitte machen Sie mit!

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