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Marktordnung

Milchlieferbeziehungen - IG-Milch sieht keinen Handlungsbedarf

Traktor-Milchfass
pd
am
27.10.2017

Die Ergebnisse der EU-Verhandlungen stellen nach Ansicht der Interessengemeinschaft massiven Eingriff in die bäuerliche Selbstverwaltung der Molkereigenossenschaften dar.

Zugleich blieben nach Ansicht der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) die möglichen Vorgaben zur Ausarbeitung und Umsetzung der Preis- und Mengenfestlegungen völlig unklar.

Zum Kern der gesellschaftsrechtlichen Struktur gehöre, dass die Landwirte als Eigentümer der Molkereigenossenschaften in demokratischen Verfahren die Unternehmensstrategie mit bestimmen und insbesondere die in Satzung und Anlieferungsordnung festgelegten Lieferbedingungen selbst regeln.

Die mit breiter Zustimmung getroffenen Mehrheitsentscheidungen würden das bestehende System bestätigen. In den genossenschaftlichen Unternehmen würden die Beschlüsse über die zukünftige Ausrichtung individuell, unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse aller Beteiligten, sowie stets in enger Abstimmung mit den Milcherzeugern und Eigentümern getroffen. „Wir lehnen mit Nachdruck externe Einflussnahme in bewährte genossenschaftliche Strukturen ab“, so die IGM.

Hintergrund: Vertreter der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und der estnischen Ratspräsidentschaft hatten sich am 12. Oktober in einem finalen Trilog auf einen Kompromiss zu den agrarpolitischen Aspekten der sogenannten Omnibus-Verordnung verständigt. Diese sieht unter anderem Änderungen des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung vor, der Regelungen zu den Milchlieferbeziehungen beinhaltet. Soweit ein Mitgliedstaat den Abschluss schriftlicher Verträge vorschreibt, soll darin auch verbindlich eine Übereinkunft zu Mengen und Preisen für eine bestimmte Liefermenge getroffen werden können.

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