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EU-Kommission

Mindestanteil für ökologische Vorrangflächen bleibt bei 5 Prozent

Zwischenfrucht
pd
am
31.03.2017

Brüssel - Die EU-Kommission hat beschlossen, den Mindestanteil für ökologische Vorrangflächen (ÖVF) bei 5 % zu belassen. Zur Diskussion stand, den Anteil auf 7 % zu erhöhen.

Die Kommission legte in einem Bewertungsbericht dar (siehe EU-Kommission veröffentlicht Bericht über ökologische Vorrangflächen), dass ökologische Vorrangflächen (ÖVF) dabei helfen können, die Artenvielfalt zu erhalten und Ökosystemdienstleistungen zu fördern. Die Überprüfung ist Teil der letzten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und deckt die ersten zwei Jahre der Umsetzung ab.

Gemäß den Vorgaben zu ÖVF müssen Landwirte mit mehr als 15 Hektar landwirtschaftlicher Fläche sicherstellen, dass mindestens 5 % dieser Fläche ökologische Vorrangflächen sind. 2015 waren bereits 10 % der betroffenen Flächen als ÖVF deklariert und Daten für 2016 zeigen ein ähnliches Bild. Aus dem Bericht wird auch deutlich, dass viele Landwirte stickstoffbindende Kulturen, Zwischenfrüchte und Brachen gewählt haben, um die ÖVF umzusetzen. Ferner werden auch Landschaftselemente wie Feldränder, Bäume, Hecken und Pufferstreifen für die Umsetzung genutzt.

In einer Reaktion auf den Bericht sagte Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen: „Es sind gute Neuigkeiten für die Landwirte, dass die Kommission beschlossen hat, den Mindestanteil für ÖVF bei 5 % zu belassen und nicht auf 7 % zu erhöhen, zumal der als ÖVF deklarierte Flächenanteil 7 % bereits übersteigt. Wir begrüßen diesen Schritt. Wir haben jedoch nach wie vor große Bedenken hinsichtlich des Verwendungsverbots für Pflanzenschutzmittel auf allen potenziell produktiven ÖVF. Eine derartige Auflage wird sowohl zu agronomischen als auch zu administrativen Problemen führen, was angesichts der Tatsache, dass Landwirte und öffentliche Verwaltungen ermutigt werden müssen, die Greening-Maßnahmen der GAP umzusetzen und ihre Akzeptanz zu erhöhen, besonders besorgniserregend ist.“

 

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