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Pflanzenschutz

Neue Pflanzenschutzmittel - woher nehmen?

Pflanzenschutz Getreide
aiz
am
08.11.2017

Das Ziel ist klar. Nur den Weg dorthin kennt keiner. Beim jüngsten EU-Agrarrat in Brüssel sprachen sich die Landwirtschaftsminister für unbedenkliche Pflanzenschutzmittel aus.

Alle Minister äußerten den Wunsch nach neuen Pflanzenschutzmitteln. Der Einsatz der heutigen Mittel sollte auf öffentlichen Flächen möglichst eingeschränkt werden. Landwirte sollten durch die gezielte Anwendung sich und die Oberflächengewässer schützen.

Der französische Landwirtschaftsminister Stephane Travert verkündete den nationalen Reduktionsplan. Danach will Frankreich bis 2025 nur noch halb so viel Pflanzenschutzmittel ausbringen.

Durchwachsen fällt ein Bericht der EU-Kommission zum nachhaltigen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln aus. Zwar habe sich eine gute Beratung der Landwirte in allen EU-Mitgliedstaaten eingespielt, auch die Ausbringungsgeräte und Lagerstätten würden inzwischen genauer geprüft, lobt die EU-Kommission. Aber die Ambitionen der EU-Mitgliedstaaten reichten nicht, um den integrierten Pflanzenschutz zum Standard zu machen, kritisierte die EU-Kommission in ihrem Bericht.

In der Tischrunde gaben verschiedene osteuropäische Agrarminister zu, es fehle noch bei der Ausbildung der Berater in Bezug auf den integrierten Pflanzenschutz. Auch sollten Mittel aus dem EU-Agrarhaushalt für die bessere Ausbildung zu Verfügung gestellt werden, forderten Tschechien und Rumänien.

Österreich und Slowenien sehen sich als Vorbilder für den integrierten Pflanzenschutz, erklärten aber auch, dass Frühwarnsysteme für die Landwirte noch ausgebaut werden sollten.

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