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Blühflächen

Nutzen für die Umwelt Blickfang für das Auge

Blühfläche mit Schild
Georg Wimmer (BBV-Generalsekretär), Hubert Bittlmayer (Ministerialdirektor, StMELF)
am
19.03.2018

Aufruf an Landwirte: Jetzt Feldränder und Brachen mit üppig blühenden Pflanzen aufwerten

Blühfläche mit Schild

Aus der Pflicht eine Kür machen – das ist die Kunst bei den ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) im Greening. Wenn die ÖVF – insbesondere Streifen und Brachen – gezielt an die passenden Stellen gelegt werden, wirken sie sich positiv auf die Gewässerqualität aus, schützen sie vor Erosion und bieten zusätzlichen Lebensraum für Wildtiere sowie Bienen und viele weitere Insekten.
Deshalb empfehlen das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Bayerische Bauernverband gemeinsam: Überlegen Sie für Ihren Betrieb, welche Ihrer Flächen sich für Randstreifen oder als Blühflächen besonders anbieten! Äcker, die an Bäche angrenzen, eignen sich genauso wie Feld- und Waldrandstreifen oder Brachen in den Fluren. Das sind einfache und für jeden Betrieb umsetzbare Maßnahmen für die Biodiversität. Werden diese Greeningflächen mit Blühmischungen eingesät, leistet der Betrieb außerdem einen wertvollen Beitrag für eine bunte Insektenwelt und für die bäuerliche Öffentlichkeitsarbeit. Erfreulich ist, dass die EU ab diesem Jahr durch die „Brachliegenden Flächen mit Honigpflanzen“ eine neue Möglichkeit bei den ÖVF geschaffen hat. Deren Anrechnungsfaktor beträgt 1,5 und liegt damit um die Hälfte höher als bei den regulären Brachen. Im Jahr 2018 gilt voraussichtlich die vereinfachte Regelung, dass die „Brache mit Honigpflanzen“ mit mindestens einer blühenden Art aus einer Artenliste eingesät wird. Ab dem nächsten Jahr wird dann eine spezielle Mischung von Blühpflanzen vorgegeben sein.
Die ÖVF-Streifen eignen sich darüber hinaus auch als Bejagungsschneisen für Schwarzwild und leisten so einen wirksamen Beitrag zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest.
Wir empfehlen den Landwirtinnen und Landwirten, sich bei Fragen an die Landwirtschaftsämter und BBV-Geschäftsstellen zu wenden sowie Beratungsangebote für die individuelle Greeningumsetzung und die Informationsveranstaltungen zur Mehrfachantragstellung zu nutzen.
Im letzten Sommer haben bayerische Bauern quer übers Land etwa 2000 km ÖVF-Streifen angelegt und 27 000 ha im Umweltinteresse brachliegen lassen. Holen wir alle zusammen 2018 wieder das Beste aus dem Greening heraus – und werben wir damit für eine natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft. Bitte machen Sie mit!

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