Login
Mittelverwendung

Ökolandbau richtig fördern

Ökolandbau
Thumbnail
Simon Michel-Berger, Wochenblatt
am
08.08.2019

Es gilt vor allem die Herausforderungen auf der Markt- und Absatzseite zu bewältigen.

München Das neue bayerische Ziel, den Ökolandbau bis 2030 auf wenigstens 30 % der bewirtschafteten Flächen auszudehnen, ist erreichbar. Allerdings müssen die Herausforderungen auf der Markt- und Absatzseite bewältigt werden. Zu diesem Schluss kommt eine im Auftrag der Grünen im bayerischen Landtag erstellte Studie, die am Dienstag in München vorgestellt wurde.

Demnach brauche es für ein schnelleres und nachhaltiges Wachstum des Ökomarktes vor allem zwei Dinge:
  • Eine „entschiedene und klare Kommunikation“ in Richtung der Verbraucher, die eine positive Einstellung zu Ökoprodukten in deren vermehrten Kauf umwandeln müssten (dabei müssten Gegensätzen zwischen „konventionell“ und „öko“ vermieden werden)
  • und eine Optimierung der Wertschöpfungsketten, insbesondere unter Wegfall von „Wachstumsbremsen“ in Verarbeitung und Vermarktung.
Die Landesvereinigung für ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) begrüßte die Studie und deren Ergebnisse. LVÖ-Vorsitzender Hubert Heigl sagte: „Bayern verfügt bereits über gut ausgebaute Strukturen im Anbau, in der Verarbeitung und im Handel mit Biolebensmittel.“ Durch klug abgestimmte und konsequent umgesetzte Maßnahmen könnten in den nächsten Jahren entscheidende Fortschritte gemacht und die gesetzten Ziele erreicht werden.
Dazu sei entschiedenes Handeln aller Akteure und ein „ganzheitlicher politischer Ansatz“ notwendig. Heigl forderte zudem eine „deutliche personelle, finanzielle und inhaltliche Stärkung des Ökosektors“ in der Landesanstalt für Landwirtschaft, den Institutionen der Aus- und Fortbildung sowie den nachgelagerten Bereichen.
Auch interessant