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Pflanzenzüchter fordern zu Steigerung des Saatgutwechsels auf

Weizensaat
pd
am
31.08.2017

Bonn - Der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) hat Informationen zum Saatgutwechsel bei Getreide im Wirtschaftsjahr 2016/2017 bekannt gegeben. Auf 56 Prozent der insgesamt rund 5,9 Millionen Hektar großen Getreideanbaufläche wurde Zertifiziertes Saatgut angebaut.

Gegenüber dem vergangenen Wirtschaftsjahr hat der Saatgutwechsel um 2 Prozentpunkte abgenommen und fällt auf das Niveau von vor zwei Jahren zurück.
Thomas Blumtritt, Vorsitzender des GFS-Beirats, ist mit diesem Ergebnis unzufrieden: „Nur eine signifikante Zunahme beim Einsatz von Z-Saatgut kann sicherstellen, dass zukünftig sowohl züchterische Innovationen als auch hohe Standards bei Produkt und Service gewährleistet sind“, erklärt Blumtritt und weist auf die Leistung der Pflanzenzüchter hin, die hierfür beste Voraussetzungen schaffen würden durch weiterentwickelte Genetik und Qualitätssicherungssysteme wie QSS, welches eine gute bis sehr gute Z-Saatgutqualität in Deutschland bescheinigt. Über Lizenzeinnahmen durch den Verkauf von Z-Saatgut würde aber nur ein Teil der dafür notwendigen Investitionskosten an die Pflanzenzüchter zurückfließen.

Darüber hinaus seien die konsequente Entrichtung von Nachbaugebühren und eine praktikable Nachbauregelung unabdingbar, um Wettbewerbsfähigkeit und Fairness am Markt im Sinne einer produktiven Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, so Blumtritt.

Der Saatgutwechsel beschreibt den Anteil der mit Z-Saatgut bestellten Fläche an der gesamten bundesweiten Getreideanbaufläche. Bei Sommergetreide blieb der Saatgutwechsel unverändert bei 61 Prozent, bei Wintergetreide gab es eine Abnahme von 58 auf 56 Prozent. Der mittlere Saatgutwechsel von etwa 55 Prozent über die vergangenen zehn Jahre bleibt stabil.

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