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Verordnung

Phosphor aus Klärschlämmen rückgewinnen

Klärschlamm
pd
am
15.05.2017

Berlin - Der Bundesrat hat die Klärschlamm-Verordnung verabschiedet. Sie sieht eine Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen vor.

Mit der neu gefassten Verordnung der Klärschlammverwertung wurde der Fahrplan für die Rückgewinnung von Phosphor beschlossen.

Nach einer Übergangsfrist von 12 Jahren müssen Kommunen mit Anlagen zur Abwasserbehandlung und einer Ausbaugröße ab 100.000 Einwohnern eine Phosphorrückgewinnung etablieren, um die endliche Ressource Phosphor zu sichern und den Nährstoff im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu nutzen. Kommunen zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern haben eine längere Übergangszeit, und zwar 15 Jahre.

Nur für kleinere Kommunen in eher ländlichen Regionen kann eine direkte landwirtschaftliche Verwertung der Klärschlämme noch erfolgen. Voraussetzung für die weitere landbauliche Verwertung von Klärschlamm muss die Einhaltung hoher Anforderungen an die Qualität der Klärschlämme bezogen auf Schadstoffgehalte sein.

Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass nach der neuen Klärschlammverordnung neben dem Abfallrecht die qualitativen Vorgaben für Klärschlämme maßgeblich über das Düngerecht bestimmt und hiermit noch strengere Anforderungen an die Klärschlammqualität gestellt würden.

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