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Digitalpakt

Die richtigen Signale setzen

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaflichen Wochenblatt erschienen.

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von , am
31.08.2017

München - Die erste gute Nachricht vorneweg: Die RTK-Signale, die für eine exakte Bearbeitung der Felder mit Spurführungssystemen sorgen können, werden demnächst für die bayerischen Bauern günstiger.

Sepp Kellerer, Chefredakteur © BLW/Archiv

Das ist ein Punkt des Digitalpaktes, den der Bayerische Bauernverband und Heimatminister Dr. Markus Söder ausgehandelt haben. Das sogenannte Smart-Farming kann damit wieder einen Schritt nach vorne machen.

Die Spurführung ist aber nur ein kleiner Teil des Smart-Farming. Die moderne Technik liefert darüber hinaus eine Fülle von Daten, die helfen sollen, die Landbewirtschaftung noch effizienter und umweltfreundlicher aber auch gläserner zu machen.

Womit wir schon bei der Kehrseite der Medaille sind, nämlich der Frage, wem die erhobenen Daten gehören und wo sie überall landen. Die Antwort ist im Grunde einfach: Die Daten gehören dem Landwirt und er allein entscheidet, wem er sie zur Verfügung stellen möchte. Wenn man allerdings mal schaut, wo die großen Agrarkonzerne derzeit investieren, dann bleibt nur ein Schluss: Vorsicht, liebe Bauern!

Die zweite gute Nachricht hinterher: Der Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ hat im ersten Jahr seines Bestehens schon sehr viel gute Imagearbeit für die Branche geleistet. Die Bäuerinnen und Bauern sind in der Öffentlichkeit sichtbar geworden, und zwar so wie sie wirklich arbeiten.

Der Anfang ist gemacht, die Branchenorganisationen sind in Vorleistung gegangen. Jetzt ist es wichtig, das ganze Konstrukt auf solide Beine zu stellen. Jeder Ackerbauer, Milcherzeuger, Schweinemäster – um nur einige wenige Bereiche zu nennen – kann dazu beitragen, die Landwirtschaft aus der Schmuddelecke zu holen. Durch seine tägliche Arbeit, durch sein Auftreten im Dorf und durch einen finanziellen Beitrag. Darum möchte ich Euch bitten, meine lieben bayerischen Bauern.

Mit Material von Sepp Kellerer, Chefredakteur
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