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Düngeverordnung

Rote Gebiete: Absenkung um 20 Prozent pro Betrieb diskutiert

Grünland Düngung
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
24.05.2019

Brüssel fordert wirkungsgleiche Maßnahmen in den mit Nitrat belasteten Gebieten. Der Bund denkt über Möglichkeiten nach.

Landesvertreter aus den Ressorts Umwelt und Landwirtschaft diskutierten diese Woche mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, welche wirkungsgleichen Maßnahmen zu der von der EU-Kommission geforderten schlagbezogenen Absenkung des Düngebedarfs um 20 Prozent führen könnten. Die Mehrheit der Konferenzteilnehmer vertrat die Ansicht, dass die Verringerung des Düngebedarfs um 20 Prozent betriebs- statt schlagbezogen in den nitratsensiblen Gebieten erfolgen müsse. „Das ist eine deutlich realistischere Variante als die bisher seitens des Bundes an die Kommission gemeldete, da die Betriebe damit im Rahmen der Fruchtfolge besser reagieren können", erklärte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast.

Bund und andere Länder setzen sich zudem für eine Regelung ein, mit der Betriebe bei Unterschreiten einer bestimmten Düngemenge pro Jahr von dieser Auflage ausgenommen werden können. Im Raum steht hier ein Wert von 170 kg Stickstoff pro Hektar bezogen auf den Betriebsdurchschnitt. Davon würden auch Grünlandbetriebe profitieren.

Das Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium haben nun angekündigt, aus den Rückmeldungen einen Vorschlag zu entwickeln, der im Juni der EU-Kommission übermittelt werden soll. Es bleibt abzuwarten, ob die EU-Kommission die Vorschläge des Bundes akzeptieren wird oder ob sie weiteren Handlungsbedarf zur Umsetzung des EuGH-Urteils vom vergangenen Jahr sieht.

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