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Bundeslandwirtschaftsministerium

Schmidt baut sein Haus um

pd
am
09.12.2016

Bonn - Bundesminister Christian Schmidt hat diese Woche seine Zukunftsstrategie für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellt.

Christian Schmidt

Schmidt nimmt Änderungen in der Organisation und in inhaltlichen Schwerpunktsetzungen vor. Dazu gehören ab Januar 2017:

  • Die ländliche Entwicklung wird zukünftig in einer neuen, eigenständigen Abteilung positioniert
  • eine neue Stabstelle "Nutztierhaltungsstrategie" zu den Fragen von Zucht, Haltung und Tierschutz - direkt der Leitung zugeordnet
  • eine neue Stabstelle "Tierwohllabel" zur Umsetzung eines staatlichen Tierwohllabels, dessen Eckpunkte im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2017 vorgestellt werden
  • ein Digitalisierungsbeauftragter für die Landwirtschaft 4.0
  • die Stärkung der Bereiche Klimafolgen, Bodenmarkt, Ernährungskompetenz
  • Praxisnahe Rechtssetzung und die Perspektiven der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und die Anpassungsaufgaben durch den Brexit werden in die Aufgabenstruktur nämlich einbezogen

Als Grund für den Umbau nannte er die großen Herausforderungen vor denen die Landwirtschaft, die Ernährung und die Förderung der ländlichen Räume stünden. Dafür stelle er jetzt die organisatorischen Weichen. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land werde zum Megathema der kommenden Jahre. Mit einer neuen, eigenständigen Abteilung für ländliche Räume würden die Grundlage für ein zukünftiges Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und ländliche Räume gelegt.
Außerdem wolle er mit dem Tierwohllabel gemeinsam mit der Branche neue Marktpotentiale, zum Nutzen der Tiere und der Einkommen in der Landwirtschaft erschließen. Für die Umsetzung beider Themen habe er zwei Stabstellen in seinem Haus vorgesehen.
Im Bereich der Ernährungspolitik will er die Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten zu einer Nationalen Strategie bündeln.
Auch in den Bereichen Fragen des Klimawandels, Bodenmarkt und Chancen der Digitalisierung will er die Aktivitäten weiter intensivieren. Und für die Gestaltung der Landwirtschaft 4.0 soll als Ansprechpartner einen Digitalisierungsbeauftragter im BMEL dienen.

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