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Tierseuchen

Schweinepest: Im Befallsgebiet den Wildschweinbestand ausdünnen

Wildschweine
pd
am
20.09.2017

Prag - Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und sein tschechischer Amtskollegen Marian Jurečka sind sich darin einig, dass insbesondere eine signifikante Ausdünnung der Wildschweinepopulation sowie das Auffinden und Beseitigen bereits verendeter Wildschweine in dem eigentlichen Seuchengebiet von entscheidender Bedeutung ist, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat sich vergangenen Sonntag bei einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Marian Jurečka über die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ausgetauscht. Dabei hat Bundesminister Schmidt besonders gewürdigt, dass der tschechische Veterinärdienst mit hoher Effizienz den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in der Region Zlin bekämpft hat und weiterhin bekämpft. Dieses strikte Vorgehen ist möglicherweise eine Blaupause für den Fall, dass diese – mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Schweinemarkt verbundene – Tierseuche auch in Deutschland bei Wildschweinen festgestellt werden sollte.

 

Weiter waren sich die beiden Politkier darin einig, dass auch in der sogenannten Pufferzone eine massive Reduktion der Population erforderlich ist und alle dort erlegten Schweine auf Afrikanische Schweinepest zu untersuchen sind, um über diese Untersuchungen zu dokumentieren, dass die Seuche sich nicht weiter verbreitet. Um die Erfahrungen aus der Tschechischen Republik auch für Deutschland nutzbar zu machen, hat Schmidt mit Jurečka die Etablierung einer tschechisch-deutschen Arbeitsgruppe vereinbart. Zudem hat Jurečka zugesagt, tschechische Experten nach Deutschland zu entsenden, um mit ihren Erfahrungen deutschen Behörden zur Verfügung zu stehen.

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