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Jagdrecht

Schweinepest - Schleswig-Holstein will Landesjagdgesetz ändern

Jäger vor Maisfeld
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
17.01.2018

Um die Risiken einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest innerhalb der Wildschweinpopulation zu senken, will das Land die Voraussetzungen für die präventive Jagd verbessern.

So sollen künstliche Lichtquellen zugelassen werden. Über das Wildschadensrecht will das Land dafür sorgen, dass Bauern Schneisen in Maisfeldern anlegen oder diese wildsicher einzäunen. Wenn ein Landwirt solche Schutzvorkehrungen nicht trifft, soll es künftig keine Pflicht des Jagdausübungsberechtigen mehr geben, ihm Wildschäden zu ersetzen. Für diese Schritte soll das Landesjagdgesetz geändert werden.

Auch in Naturschutzgebieten soll unter bestimmten Voraussetzungen regional zur Prävention die Jagd auf Wildschweine zugelassen werden. Die betrifft die Region im Südosten des Landes, wo besonders hohe Schwarzwildbestände zu  verzeichnen sind. „Ich weiß, dass diese Schritte allen Seiten etwas abverlangen. Aber angesichts der Ausbruchsgefahr halte ich die Schritte für angemessen“, sagte Habeck.

Um im Falle des Ausbruchs betroffene Gebiet rasch absichern zu können, beschafft das Land wildschweinsicheres Zaunmaterial. Genauso wird die Logistik für die Entsorgung von toten Tieren gestärkt. Wannen und Säcke werden angeschafft, das Land finanziert ein Pilotprojekt mit, bei dem die Logistik getestet wird.

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