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Personalie

Simon Nüssel verstorben

BLW
am
18.11.2015

Rimlas - Simon Nüssel, von 1987 bis 1990 bayerischer Landwirtschaftsminister, ist im 92. Lebensjahr verstorben.

Der Landwirt zog bereits 1954 für die Bayernpartei in den Bayerischen Landtag ein. Von 1957 bis 1994 hatte er dann ein Landtagsmandat für die CSU inne. Von 1966 bis 1970 war er Zweiter Vizepräsident des Landtags. Von 1970 bis 1987 wirkte er als Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, bevor er die Nachfolge von Minister Dr. Hans Eisenmann antrat.
Politik und berufständische Arbeit gingen für Simon Nüssel Hand in Hand. So war er von 1957 bis 1964 Landesvorsitzender der Bayerischen Jungbauernschaft. Er hat die Jungbauernschule in Grainau, das heutige Seminarhaus Grainau, mit aus der Taufe gehoben. Zusammen mit 8 weiteren Mitstreitern gründete er den Verein „Heimstätte der Bayerischen Jungbauernschaft“, der 1957 in Grainau eine Tanzgaststätte erwarb und zur Bildungsstätte umbaute. Bis 1970 führte Nüssel den Vorsitz im Heimstättenverein.
Der amtierende bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat Nüssel als eine herausragende Persönlichkeit der bayerischen Land- und Forstwirtschaft gewürdigt. Der „Bayerische Weg“ mit seiner konsequenten Ausrichtung auf bäuerliche Betriebsstrukturen und das Kulturlandschaftsprogramm seien Meilensteine, die noch heute, Jahrzehnte nach seinem Wirken, die bayerische Agrarpolitik prägen. , um das uns viele andere Länder beneiden, sind dafür nur Beispiele.
„Die Landwirtschaft und die Politik prägten das Leben von Herrn Simon Nüssel“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. Nüssel habe sich als Vorsitzender der Bayerischen Jungbauernschaft, als langjähriger Staatssekretär und nicht zuletzt als bayerischer Landwirtschaftsminister mit großer Leidenschaft und großem Sachverstand für die bayerischen Familienbetriebe eingesetzt.

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