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Pflanzenschutz

SPD fordert Glyphosat-Verbot für private und kommunale Anwendung

pd
am
24.02.2016

Berlin - Die SPD-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier zu Glyphosat verabschiedet. Darin fordert sie, das Pflanzenschutzmittel in Haus- und Kleingärten sowie im kommunalen Bereich zu verbieten. Zudem sollen Alternativen und ein Ausstiegsplan für die Anwendung in der Landwirtschaft entwickelt werden.

Die WHO hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. So lange unklar sei, ob dieses Mittel für die menschliche Gesundheit schädlich ist, will die SPD dafür sorgen, dass Personen so wenig wie möglich damit in Berührung kommen.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb ein Verbot für die Anwendung von glyphosathaltigen Herbiziden in Haus- und Kleingärten sowie im kommunalen Bereich. Bei der privaten Nutzung sei die Gefahr durch Fehlanwendung und Überdosierungen am größten. Darüber hinaus soll verhindert werden, dass auf Spielplätzen und in öffentlichen Gärten Glyphosat gespritzt wird.

Ebenso strebt die Partei eine Reduktion des Glyphosat-Einsatzes in der Landwirtschaft an. In vielen Fällen sei die Anwendung überflüssig, wie zum Beispiel bei der Stoppelbearbeitung nach der Ernte und vor der Aussaat der Folgekultur. Um die Anwendung auf ein Mindestmaß zu reduzieren und gemeinsam mit der Landwirtschaft einen Ausstiegsplan entwickeln zu können, soll die Forschung für sichere Alternativen gestärkt werden.

Die Entscheidung über die Wiederzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene steht in Kürze bevor. Am 7. oder 8. März werden die EU-Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel darüber entscheiden.

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