Login
Bioland

Stopp der Verhandlungen zur Bioverordnung ist richtiges Signal

Kuh mit Gras
pd
am
09.12.2016

Mainz - Bioland, Demeter und Naturland begrüßen den Stopp der Verhandlungen zur EU-Ökoverordnung durch das Europäische Parlament.

Damit setze Berichterstatter Martin Häusling das richtige Signal, betonen die drei wichtigsten Bio-Verbände unisono. Die Verbände fordern nun Bundeslandwirtschaftsminister
Schmidt auf, auch im EU-Agrarministerrat am kommenden Montag dem Verordnungsvorschlag die Rote Karte zu zeigen.

Der derzeit vorliegende Kompromisstext hätte keiner Belastungsprobe standgehalten, bewerten sie den Stand der Dinge kritisch: Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
brauche einen Gesetzesrahmen, der die Prozessqualität der Bioprodukte sichert, so das Verbrauchervertrauen stärkt und eine nachhaltige Entwicklung des Ökolandbaus fördert.
Zu all diesen drei wesentlichen Zielen habe der Text nicht beigetragen, sondern mit unsinnigen Schwerpunkten wie Grenzwerten und Fristen zur Verunsicherung der überzeugten Ökolandwirte
und Umstellungs-Interessierten Bauern geführt.

Die verfahrenen Verhandlungen brauchen nach Überzeugung der deutschen Bio-Verbände einen kompletten Neustart. Nur so ließe sich aus den Fehlern lernen,
die im Verlauf der Verhandlungen gewonnenen Erkenntnisse einarbeiten und auf Basis der bestehenden und weitgehend funktionierenden EU-Ökoverordnung ein konsistenter Rechtsrahmen
schaffen, mit dem Bäuerinnen und Bauern Mut gemacht wird, auf Bio zu setzen. Ein solches Signal bringe den ökologischen Landbau in Europa wirklich voran, betonen Bioland, Demeter und Naturland.
Nur so könne die steigende Nachfrage nach hochwertigen Bio-Lebensmitteln nachhaltig befriedigt werden.

Auch interessant