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Wolfsmanagement

Thüringen will Wolfshybride töten

Schäferhund
Thüringen will das Einwandern von Haushundgenen in den Wolfsbestand unterbinden. © imago/Anka Agency International
von , am
13.10.2017

Ohrdruf - Bei den Nachkommen einer Wölfin handelt es sich zweifelsfrei um Hybride - also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund.
Das Wolfskompetenzzentrum des Bundes empfiehlt die Entnahme der Tiere.

Der Verdacht, die standorttreue Wölfin auf dem Truppenübungsplatz sei nicht mehr allein, hat sich bestätigt. Fotofallen-Aufnahmen der vergangenen Tage zeigen die bekannte Wölfin mit 6 Jungtieren beim Streifzug durch das Revier. Bei den Nachkommen handelt es sich nach Information der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zweifelsfrei um Hybride - also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Die 4 weiblichen und 2 männlichen Jungtiere werden auf ein Alter von rund 5 Monaten geschätzt.

Das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) hat das weitere Vorgehen mit der DBBW abgestimmt. Die Empfehlung der Experten ist eindeutig. Aus Artenschutzgründen müssen die Jungtiere aus der Natur entnommen werden. Damit soll die Wildtierpopulation Wolf vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt werden. Eine Vermischung der Gene würde nach Ansicht der Experten den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden. Da der Aktionsradius der Tiere schnell wächst und sie bereits im Winter geschlechtsreif werden, d.h. eigene Reviere suchen, empfehlen die Experten eine möglichst schnelle Tötung.

Ein Betäuben der Tiere und der Transport in ein Gehege ist aus Sicht der DBBW keine tierschutzgerechte Alternative. Erfahrungen aus Sachsen zeigen, dass die dort gefangenen Hybridwelpen sehr unter der Gehege-Haltung gelitten haben.
Für die letale Entnahme der Wolf-Hybriden, wie das Töten der Tier auf Amtsdeutsch heißt, werden im nächsten Schritt die arten- und tierschutzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

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