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Menschen für Tierrechte

Tierschützer wollen kompletten Ausstieg aus der Nutztierhaltung

Braunvieh auf Weide
Der Verband Menschen für Tiererechte verurteilt jegliche Form der Nutzung, in denen Tiere Lebensmittel liefern. © imago/Chromorange
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Ulrich Graf ,
am
12.02.2018

Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte gehen die im Koalitionsvertrag vorgestellten Vorgaben für die Landwirtschaft nicht weit genug.

Nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte hält das knapp einseitige Tierschutzprogramm im Koalitionsvertrag am traditionellen System der Tiernutzung fest. Der Verband fordert dagegen einen Paradigmenwechsel in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Eine bessere Tierhaltung in der Landwirtschaft sei eine Sofortmaßnahme aber nicht das Ziel. "Es müssen Masterpläne her für den Abbau der Tiere als Experimentiermodel und Lebensmittellieferanten“, so Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes.

Der Tierrechtsverband kritisiert scharf, dass der Koalitionsvertrag Stalleinbrüche als Straftatbestand ahnden will: "Einbrüche in Tierhaltungsanlagen geschehen, um die katastrophalen Tierhaltungsbedingungen zu filmen, die nur aufgrund mangelhafter behördlicher Kontrollen und unzureichender rechtlicher Vorgaben überhaupt bestehen", so der Standpunkt des Verbandes. Richter hätten 2016 und 2017 den Tierschutz als hohes Rechtsgut herausgestellt. Danach bräuchten Tiere einen Schutz. Deswegen sei es richtig, dass Menschen handeln und verbotene Tierquälereien dokumentierten, wenn der Staat versage, argumentieren die Tierschützer.

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