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Tierwohl

Tierschutzbund verlässt Initiative Tierwohl

pd
am
19.09.2016

Berlin - Der Deutsche Tierschutzbund ist aus der Initiative Tierwohl ausgetreten.

Aexander Hinrichs

Die Initiative Tierwohl hat die Entscheidung des Deutschen Tierschutzbundes (DTSchB), nicht mehr als Mitglied des Beraterausschusses an der Weiterentwicklung der Initiative mitwirken zu wollen, bedauernd zur Kenntnis genommen. Bereits im vergangenen Juni hat sie sich in einem Entwurf auf Eckpunkte der Initiative Tierwohl für Schwein über 2017 hinaus verständigt. Dabei wurden elementare Punkte festgehalten: Die Erweiterung der Finanzausstattung um 35 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro pro Jahr, so dass noch mehr schweinehaltende Betrieben teilnehmen können, einheitlichere Vorgaben wie mehr Platz und zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial sowie die Konkretisierung des Tiergesundheitsindex/Tierwohlindex. Am vergangenen Mittwoch wurde der Entwurf für die Fortführung der Initiative Tierwohl konkretisiert. Dabei wurden auch die Empfehlungen von Mitgliedern des Beraterausschusses berücksichtigt.

Dennoch entschied sich der DTSchB dazu, die Mitarbeit aufzukündigen. „Wir haben die Vorstellungen des Deutschen Tierschutzbundes sehr ernst genommen und sie für die weitere Ausgestaltung berücksichtigt. Mit dem aktuellen Entwurf wird es uns gelingen, ein realistisches Angebot für eine Vielzahl der Tierhalter zu machen und zusätzlich die Möglichkeit zu schaffen, innovative Kriterienkombinationen umzusetzen“, kommentiert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Intiative Tierwohl. „Wir verdeutlichen damit den Willen und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Schade, dass der Deutsche Tierschutzbund diesen Weg nicht mehr gemeinsam mit uns gehen möchte. Die Initiative Tierwohl möchte von ihrer Grundkonzeption her ein Angebot für eine Vielzahl von Betrieben bieten. Dies war auch dem Deutschen Tierschutzbund seit Beginn seiner Mitarbeit im Beraterausschuss bekannt. Wir haben bewusst einen anderen Ansatz gewählt als viele Labelprogramme, die aber über die Schaffung von Schnittstellen zukünftig eingebunden werden können“, so Dr. Hinrichs weiter.

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