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Handelsabkommen

TTIP & CETA: Landwirtschaft und Umwelt schützen

pd
am
19.09.2016

München - Bayerischer Bauernverband fordert wissenschaftliche Folgenabwägung zu Handelsabkommen.

Heidl Walter

Die Diskussion zu den geplanten Handelsabkommen TTIP und CETA hält an. „Faule Kompromisse oder einen Kuhhandel zu Lasten von Bauern und Verbrauchern darf es keinesfalls geben!“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Zwar könnten Handelsabkommen Chancen beim Verkauf von hochwertigen Lebensmitteln und damit bayerischen Agrarerzeugnissen bieten, doch aus Heidls Sicht müssen zu allererst die Sorgen der Bevölkerung und der Bauernfamilien ernst genommen werden. Der Bayerische Bauernverband (BBV) begleitet die Verhandlungen deshalb seit ihrem Beginn wachsam und kritisch, der Verband bringt sich mit konkreten Forderungen ein. „Das ist dringend nötig, schließlich erfüllt die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft im weltweiten Vergleich höchste Standards“, sagt Heidl. „Auch für Importe müssen diese Maßstäbe unter allen Umständen weiterhin gelten. Es geht um den Schutz unserer Landwirtschaft, unserer Heimat und Umwelt.“

Bereits im März 2015 hat das BBV-Präsidium zu den geplanten internationalen Handelsabkommen Position bezogen und einen konsequenten Schutz der bayerischen Landwirtschaft eingefordert. Zudem hat sich der BBV unter anderem auch für Transparenz und für eine Beteiligung der zuständigen Parlamente in Europa ausgesprochen. Die geplanten Handelsabkommen sowie die damit verbundene Veränderung von Handelsströmen werfen bedeutende und komplexe Fragen auf. Nötig sind deshalb belastbare Daten. Der BBV hat daher Ende Juli das bayerische Landwirtschaftsministerium aufgefordert, die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft mit einer wissenschaftlichen Folgenabschätzung zu CETA für die einzelnen Produktbereiche zu beauftragen.

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