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Düngegesetz

Über 11.000 Betriebe von der Stoffstrombilanz betroffen

pd
am
05.12.2016

Berlin - Das geht aus einer Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Ostendorff

Der Entwurf des Düngegesetzes sieht eine Verordnung vor, die konkrete Vorgaben für eine Stoffstrombilanz vorsieht. Betroffen davon sind Betriebe mit mehr als 2.000 Mastschweineplätzen oder mehr als 3 Großvieheinheiten (GV)/ha.

Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage mitteilt, geht sie in Deutschland von 11.400 Betrieben mit mehr als 3 GV/ha aus. Dabei stützt sie sich auf Daten aus der Agrarstrukturerhebung im Jahr 2013.

Friedrich Ostendorf, agrarpolitischer Sprecher der Grünen , ist dies zu wenig: "Die Begrenzung u.a. auf die Betriebe die über drei Großvieheinheiten pro Hektar verfügen wird dazu führen, dass nur ca. sechs Prozent aller tierhaltenden landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland eine Stoffstrombilanz vorlegen müssen. Das wird nicht reichen, um aussagekräftige Daten bezüglich der Nitratbelastungen im Grundwasser zu erhalten. Es müssen mindestens alle tierhaltenden Betriebe berücksichtigt werden, die über zwei Großvieheinheiten pro Hektar verfügen.“

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