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Menschen & Meinungen

Umfrage der Kommission - Wie kann EU gegen Insektensterben vorgehen?

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
12.01.2018

Die Kommission hat am Donnerstag eine öffentliche Konsultation zu einer europäischen Initiative über Bestäuber eingeleitet.

Weißdolch Bläuling

Schätzungsweise 15 Mrd. Euro der jährlichen EU-Agrarproduktion werden direkt den Bestäubern zugeschrieben. Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt erklärte, dass Wissenschaftler die Kommission vor einem steilen Rückgang der Bestäuber in ganz Europa gewarnt hätten: "Wir haben ein gutes Verständnis von Rückgängen für einige Bestäuber, während es Wissenslücken für andere gibt. Aber es steht außer Zweifel, dass es an der Zeit ist, zu handeln. Wenn wir das nicht tun, würden wir und unsere zukünftigen Generationen einen sehr hohen Preis zahlen“, sagte Vella.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Phil Hogan erklärte, dass die Bestäuber wichtig für die Ernährungssicherheit und die Landwirtschaft - und für das Leben auf dem Planeten sind und er ergänzte: "Wir können es uns nicht leisten, sie weiter zu verlieren.“

Für die  Kommission steht somit außer Zweifel, dass es ein Insektensterben gibt. Dabei bezieht sie sich auch auf die Europäische Rote Liste, nach der fast jede zehnte Bienen- und Schmetterlingsart vom Aussterben bedroht ist. Um dem entgegenzuwirken, plant die Kommission die Entwicklung einer europäischen Initiative für Bestäuber und fordert Wissenschaftler, Landwirte und Unternehmen, Umweltorganisationen, Behörden und Bürger auf, bis zum 5. April 2018 einen Beitrag zu leisten.

Hier geht es zur öffentlichen Konsultation.

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