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Land- und Bezirkstag

Wahlen - Stimme erheben und entscheiden

Wahlen
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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
11.10.2018

Ich will es einfach ganz direkt ansprechen: Am Sonntag ist Wahltag. Und das Wahlrecht bedeutet für mich gleichermaßen eine Wahlpflicht.

Kellerer Sepp

Deshalb möchte ich auch Sie bitten: Gehen Sie zur Wahl. Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn Ihnen die Entscheidung, wo Sie das Kreuz machen sollen, schwerfällt. Aber wegschauen und sich wegducken ist keine Lösung. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber es wäre fatal, wenn eine Minderheit darüber bestimmt, wer den Freistaat Bayern künftig regiert.

Zurecht kritisiert die Landwirtschaft, dass ihre Kompetenz immer weniger gefragt ist, wenn es um die Bewirtschaftung der Betriebe geht, aber dieses Argument stäche nicht mehr, wenn dort, wo die Stimme gefragt ist, sie nicht erhoben würde.

Die Stimme erheben, die Landwirtschaft erklären, das tun die Direktvermarkter jahraus jahrein auf den Bauernmärkten und in den Hofläden. Ganz besonders öffentlichkeitswirksam gelingt dies aber jedes Jahr bei der Bauernmarktmeile in München. Aber auch das scheint ein recht mühsames Geschäft zu sein. Nicht nur auf den regulären Märkten in München hört man zunehmend von freien Ständen und einer rückläufigen Produktpalette.

Die Stimme erheben und Entscheidungen treffen, das ist auch die Aufgabe berufsständischer Organisationen. Eine von ihnen, der Landesverband für die Halter von Schafen, hat kürzlich 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Dass das nur möglich ist, wenn man zwar immer wieder einen Blick zurückwirft, ansonsten aber vor allem nach vorne schaut, das wurde beim Jubiläum deutlich.

Entscheidungen treffen, das müssen nach dem Trockensommer auch viele Grünlandbauern. Wie stark hat die Narbe unter der Dürre gelitten, wie kann ich den wertvollen Gräsern wieder auf die Sprünge helfen oder muss ich vielleicht sogar an eine Erneuerung der Grasnarbe denken? Um diese Entscheidungen zu erleichtern, gibt es Praxistage, wie zum Beispiel den in Immenreuth. Am konkreten Beispiel – besser gesagt Bestand – und durch Beobachten der Arbeitsweise der vorgeführten Technik, fällt es leichter, daheim das Richtige zu tun.

Und wenn eine Entscheidung mal nicht so ausfällt, wie gewünscht? Wenn etwas anders läuft als man es erwartet hat? Dann läuft man Gefahr, sich zu ärgern, was aber absolut nicht zielführend ist. Vielleicht sollte am Sonntag Abend auch mancher Politiker unseren Beitrag auf Seite 50 lesen.

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