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Waldbericht

Was Waldbesitzer alles leisten

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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
14.09.2017

Berlin - Das Bundeskabinett hat letzte Woche den Waldbericht 2017 beschlossen. Es stellt damit dem deutschen Wald ein gutes Zeugnis aus.

Sepp Kellerer

Seine Bewirtschaftung ist nachhaltig und weltweit vorbildlich und sein ökologischer Wert hat sich deutlich verbessert. Das sagt Bundesforstminister Christian Schmidt.

Ich möchte hier ergänzen, dass das vor allem auch ein Verdienst der Waldbauern, Waldbesitzer und Waldbewirtschafter ist. Sie erfüllen absolut den Auftrag des Bundeswaldgesetzes, dessen Zweck es unter anderem ist:

den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung zu erhalten und die ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Waldes nachhaltig zu sichern, die Forstwirtschaft zu fördern und einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen.

Bei dem letzten Punkt möchte ich einhaken. Der Waldbericht sagt aus, dass die ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen der nachhaltigen Forstwirtschaft in Deutschland sich fast ausschließlich aus dem Holzverkauf finanzieren: Im Körperschafts- und Privatwald stammen 96 beziehungsweise 98 Prozent aller Erträge daraus. Im Staatswald der Länder werden Mehraufwand und Mindererlöse durch Zuwendungen aus den Landeshaushalten von durchschnittlich 150 Euro pro Hektar und Jahr ausgeglichen. Bei den privaten und kommunalen Forstbetrieben beträgt der Anteil öffentlicher Fördermittel circa vier beziehungsweise neun Euro pro Hektar und Jahr.

Noch einmal: Die Waldbesitzer finanzieren die Ökologie im Wald aus dem Holzverkauf. Das sollten auch die zur Kenntnis nehmen, die immer noch mehr Naturschutz fordern.

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