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Weiteres Rekordjahr für Bayer

pd
am
22.02.2017

Leverkusen - Das Jahr 2016 war für Bayer strategisch und operativ sehr erfolgreich. "Mit unserer operativen Performance haben wir ein neues Rekordniveau erreicht - und auch bei der vereinbarten Übernahme von Monsanto kommen wir gut voran", sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen.

Pharmaceuticals konnte erneut mit erfreulichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen überzeugen. Consumer Health verzeichnete währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) einen Umsatzanstieg, während das Ergebnis rückläufig war. Bei Crop Science waren der wpb. Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA - trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds - konstant. Animal Health verzeichnete wpb. Umsatzzuwächse und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Covestro erhöhte das Ergebnis kräftig, während der Umsatz wpb. das Niveau des Vorjahres erreichte. "Wir haben allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, und wir sind gut ins neue Geschäftsjahr gestartet", sagte Baumann. Für 2017 stellte er ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis in Aussicht.

Mit der vereinbarten Übernahme von Monsanto habe Bayer im vergangenen Jahr auch strategisch einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht, betonte Baumann. "Die Übernahme passt perfekt zu unserer Strategie, mit unseren Life-Science-Geschäften auf attraktiven, innovationsgetriebenen Märkten führende Positionen einnehmen zu wollen." Nach Vollzug des Zusammenschlusses wäre Bayer in der Lage, durch mehr Innovation, stärkeres Wachstum und größere Effizienz langfristig erheblichen zusätzlichen Wert zu schaffen. Die Monsanto-Aktionäre hatten im Dezember 2016 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Transaktion zugestimmt. Auch bei den erforderlichen behördlichen Verfahren macht Bayer Fortschritte. Bei etwa zwei Dritteln der rund 30 Behörden wurden die Genehmigungen bereits beantragt. Bayer und Monsanto arbeiten eng mit den Behörden zusammen. Bayer erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können.

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhte sich der Umsatz des Bayer-Konzerns um 1,5 (wpb. 3,5) Prozent auf 46,769 (Vorjahr: 46,085) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 10,2 Prozent auf 11,302 (10,256) Milliarden Euro. Das EBIT erhöhte sich um 12,8 Prozent auf 7,042 (6,241) Milliarden Euro. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1,088 (0,819) Milliarden Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Aufwendungen in Verbindung mit Effizienzsteigerungsprogrammen sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte um 15,2 Prozent auf 8,130 (7,060) Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg um 10,2 Prozent auf 4,531 (4,110) Milliarden Euro und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft um 7,3 Prozent auf 7,32 (6,82) Euro.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit im fortzuführenden Geschäft stieg um 20,8 Prozent auf 8,259 (6,836) Milliarden Euro. "Diesen erfreulichen Zuwachs verdanken wir vor allem der verbesserten Ergebnissituation und einer verringerten zusätzlichen Mittelbindung im Nettoumlaufvermögen", erklärte Finanzvorstand Johannes Dietsch. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um 32,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Hier standen den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Begebung einer Pflichtwandelanleihe die Mittelabflüsse für Dividenden sowie negative Währungseffekte gegenüber.

Crop Science erfolgreich in schwierigem Marktumfeld

Im Agrargeschäft erzielte Bayer einen Umsatz von 9,915 (10,128) Milliarden Euro (wpb. plus 0,1 Prozent). "Für unsere Division Crop Science blieb das Marktumfeld im vergangenen Jahr weiter schwach, insbesondere in Lateinamerika", sagte Baumann. Dennoch habe Crop Science den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres halten können. Der deutliche Rückgang von wb. 6,9 Prozent in Lateinamerika wurde durch Zuwächse in den anderen Regionen ausgeglichen. So stieg der Umsatz in Nordamerika wb. um 3,9 Prozent, in Asien/Pazifik wb. um 2,7 Prozent und in Europa/Nahost/Afrika wb. um 1,8 Prozent.

Positiv entwickelte sich vor allem der Bereich Seeds (Saatgut und Pflanzeneigenschaften) mit wpb. plus 8,3 Prozent. Im Pflanzenschutz gab es Zuwächse bei den Fungiziden mit wpb. plus 4,0 Prozent und bei SeedGrowth (Saatgutbehandlungsmittel) mit wpb. plus 4,1 Prozent. Dagegen war das Geschäft mit Insektiziden stark rückläufig (wpb. minus 13,3 Prozent). Bei den Herbiziden gab der Umsatz mit wpb. minus 2,2 Prozent leicht nach. Environmental Science verzeichnete einen Umsatzanstieg von wpb. 4,5 Prozent.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science lag mit 2,421 (2,406) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (plus 0,6 Prozent). Einem positiven Währungseffekt von rund 140 Millionen Euro sowie gestiegenen Verkaufspreisen standen geringere Absatzmengen, höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie höhere Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber.

Animal Health profitiert von starkem Seresto™-Wachstum

Im Tiergesundheitsgeschäft (Animal Health) stieg der Umsatz wpb. um 4,8 Prozent auf 1,523 (1,490) Milliarden Euro. Aufgrund einer erhöhten Nachfrage entwickelten sich die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik besonders positiv. Ein sehr starkes Umsatzwachstum von wb. 55,4 Prozent erzielte das Floh- und Zeckenhalsband Seresto™, vor allem dank einer erhöhten Nachfrage in den USA und Europa. Die Advantage™-Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln lag wb. auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen blieb mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 349 (347) Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Positiven Ergebnisbeiträgen aus Mengen- und Preissteigerungen standen höhere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie gestiegene Herstellungskosten gegenüber. Zudem belastete ein negativer Währungseffekt von rund 10 Millionen Euro das Ergebnis.

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