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Glyphosat

Wissenschaftler weiter gespalten

aiz
am
14.01.2016

Brüssel - Efsa-Direktor Bernhard Url wehrt sich gegen Kritik.

Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) hält Glyphosat für unbedenklich. Die Behörde wird deshalb von Gegnern des Herbizidwirkstoffs in Pflanzenschutzmitteln attackiert. Jetzt wehrt sich die Efsa in einem offenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis. Die Europäische Lebensmittelbehörde arbeite transparent und halte sich bei ihren Untersuchungen an wissenschaftlich anerkannte Standards. Dies betont Efsa-Direktor Bernhard Url in seinem Brief an die EU-Kommission. Er will sich im Februar mit den Mitarbeitern der Internationalen Krebsforschungsagentur Iarc zusammensetzen, um die Wogen zu glätten.

Die Iarc stufte im vergangenen Frühjahr Glyphosat als möglicherweise krebserregend ein. Die Efsa bescheinigte dagegen Mitte November 2015 dem Wirkstoff die Unbedenklichkeit. Unzufriedene Wissenschaftler hakten dennoch nach. Unter der Leitung des US-amerikanischen Professors Christopher Portier, der an der Iarc-Studie mitgearbeitet hatte, wurde ein Protestbrief an die EU-Kommission verfasst.

Inzwischen haben rund 100 Wissenschaftler und Glyphosatgegner die Kritik an der Efsa unterschrieben. Der anhaltende und öffentlich ausgetragene Streit könnte die Wiederzulassung von Glyphosat verzögern. Nach dem grünen Licht der Efsa wurde eigentlich zu Beginn des Jahres ein entsprechender Vorschlag der EU-Kommission erwartet. Den Streit der Wissenschaftler könnte Andriukaitis aber auch erst abwarten.

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