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Wolfsmanagement

Wolf - BDM will sachlich begründeten Ausgleich

Wolf
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
07.05.2019

Am Mittwoch treffen sich die Umweltminister zu ihrer Konferenz (UMK) in Hamburg. Ein Thema ist der Umgang mit dem Wolf.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V.  wies in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig es insbesondere für die Grünlandregionen und damit für die Weidetierhalter sei, dass beim hoch emotional diskutierten Thema Wolf ein sachlich begründeter Ausgleich zwischen den bereits bestehenden Zielkonflikten im Hinblick auf Tierschutz, Klimaschutz und Biodiversität gefunden werde. Das Thema Wolf drohe die bisher über gemeinsame Projekte häufig gut verbundene Weidetierhaltung und den Naturschutz zu spalten. Die Länderminister hätten die Chance, dieser Spaltung mit einer ausgewogenen Regelung zum Wolfsmanagement entgegenzuwirken.

„Anerkannt werden muss, dass es in Deutschland wichtige Grünlandregionen gibt, die noch immer durch eine ausgeprägte Weidehaltung gekennzeichnet sind. Und es muss differenziert betrachtet wird, inwiefern sich bestimmte Regionen, die zudem einen geringen Waldanteil aufweisen, als Lebensraum für eine größere Anzahl an Wölfen eignen“, erklärt Kirsten Wosnitza, Sprecherin des Clusters Tierwohl im BDM. „Es hat nichts mit mangelnder Empathie für Tiere zu tun, wenn wir die Überführung des Wolfs in das Jagdrecht – mit einem aktiven Bestandsmanagement angepasst an die entsprechenden Lebensräume – fordern. Als Tierhalter haben unsere Weidetiere für uns mehr als nur ihren rein materiellen Wert. Es lässt uns daher nicht kalt, wenn auch die Rissstatistiken der Länder deutlich zeigen, dass sich Rinder und Pferde eben nicht selbst schützen können.

Wollen wir unsere Tiere wirksam schützen, müssten wir in Deutschland zigtausend Kilometer tief verankerte, hohe, stabile und damit wolfsichere Schutzzäune errichten. Das ist weder finanzierbar noch kann dies im Sinne des Naturschutzes gewollt sein, denn diese Zäune verhindern nicht nur den Wechsel aller anderen wild lebenden Tiere, sie begrenzen auch deren Lebensräume sowie den Zugang zu Grünland und Wasser und stellen gefährliche Fluchthindernisse dar.“

„Die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht soll im Übrigen nicht mit dem Ziel einer kompletten Ausrottung des Wolfes erfolgen. Angesichts eines laut Forum Natur Brandenburg jährlich rund 30% wachsenden Wolfbestandes darf es aber kein Tabu sein, ein gemeinsames Konzept zu verfolgen, das beispielsweise in den skandinavischen Ländern seit vielen Jahren unter dem Begriff der „Schutzjagd“ unter Verknüpfung von Naturschutz und Jagdrecht angewendet wird“, erklärt BDM-Vorsitzender Stefan Mann.

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