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Wolfsmanagement

Wolfshybride: Jungtiere sollen im Tierpark leben

Labrador Hund
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
10.11.2017

Der Nachwuchs einer Wölfin und eines Hundes soll eingefangen und in den Alternativen Bärenpark Worbis gebracht werden.

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat diese Woche die Entscheidung zum Umgang mit den Ohrdrufer Wolfshybriden verkündet. Der Nachwuchs einer Wölfin und eines Hundes soll eingefangen und in den Alternativen Bärenpark Worbis gebracht werden. Gemeinsam mit Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung für Bären in Worbis, erläuterte die Ministerin die Pläne des Umweltministeriums.

Entsprechend Wolfsmanagementplan ist klar: Die Tiere können nicht bleiben. Das Land geht nun in 2 Stufen vor. Zunächst wird versucht, den Nachwuchs zu fangen und artgerecht in Worbis unterzubringen. Sollte das nicht gelingen, wäre auch ein Abschuss nicht vom Tisch.

Im Gehege in Worbis leben bereits Bären. Sie könnten sich zukünftig das das Areal mit den Wolf-Hybriden teilen. Mit dem Konzept der gemeinsamen Haltung von Bären und Wölfen seien bisher sehr positive Ergebnisse erzielt worden.

Für den Start von Fang und Umsiedlung der Hybriden geht es jetzt zunächst darum, dass die Obere Naturschutzbehörde/Landesverwaltungsamt eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Das Umweltministerium hat aufgrund der Dringlichkeit die Zuständigkeit auf die der Oberen Naturschutzbehörde übertragen (Im Normalfall sind die Unteren Naturschutzbehörden zuständig).

Dort muss nun geprüft werden, ob die Genehmigung erteilt werden kann. Zudem beantragt das Umweltministerium bei den zuständigen Veterinärämtern der beteiligten Landkreise die Genehmigungen zur Fallenjagd und zur geplanten Besenderung der Hybriden und der Wölfin.

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