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Wolfsrisse in Tirol - wolffreie Zonen gefordert

Wolf
aiz
am
12.05.2017

Innsbruck - Der Bauernbund sieht Handlungsbedarf nachdem Schafe vom Wolf gerissen wurden. Direktor Peter Raggl fordert wolffreie Zonen.

Vor zwei Wochen wurden im Tiroler Stubaital drei tote und vier verletzte Schafe gefunden, von denen drei getötet werden mussten. Eine DNA-Untersuchung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde ergab, dass die Schafe von einem Wolf gerissen wurden. Bauernbund-Direktor Peter Raggl sieht jetzt Handlungsbedarf, was den Umgang mit Wölfen in den Alpen angeht. "Reagiert man früh genug, so kann der Schaden für Mensch, Nutz- und Wildtier eingedämmt werden sowie die Tiroler Alm- und Tourismuswirtschaft aufrecht erhalten bleiben", so Raggl.

"Der Totalschutz der Wölfe in Zentraleuropa führt zu einer Ausbreitung, die sich zunehmend beschleunigt. Die Anzahl der Tiere verdoppelt sich alle drei Jahre", betont Raggl. "Wir brauchen nun rasch eine konzentrierte, umfassende Lösung im Umgang mit den Wölfen im Ostalpenraum, denn unsere Form der Almwirtschaft ist mit dem Wolf nicht kombinierbar", fordert der Bauernbund-Direktor.

Dass der Wolf aus den angrenzenden Ländern nun auch nach Tirol komme, sei absehbar gewesen. Deswegen habe man in Osttirol auch Herdenschutzprojekte gestartet - leider mit wenig Erfolg. Raggl spricht sich daher für wolffreie Zonen zum Schutz der Weide- und Almwirtschaft aus. "Ein wichtiger Schritt wäre zu allererst die Herabsetzung des Schutzstatus der Großraubtiere in der EU und die Möglichkeit einer Regulierung der Population durch den Menschen", betont Raggl.

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