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Schlemmereien

Dreiklang für Leib und Seele

Fränkischer-Bratwurstgipfel-2018-LF-1
Stephan Herbert Fuchs
am
22.05.2018

Bratwurst, Brot und Bier standen im Mittelpunkt des Fränkischen Bratwurst-Gipfels in Pegnitz.

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Zunächst war es eine Schnapsidee, mittlerweile ist aus dem Fränkischen Bratwurstgipfel eines der schönsten Feste in der Region geworden: 14 Metzger, davon jeweils sechs aus Ober- und aus Mittelfranken sowie zwei aus Unterfranken, sind im Pegnitzer Wiesweiherpark zum Wettstreit um den Titel des Fränkischen Bratwurstkönigs angetreten. Fast 30 Bratwurstsorten bruzzelten auf dem Rost. Bratwurstkönig wurde Stephan Jamm von der Metzgerei Deininger aus Markt Einersheim in Unterfranken einmal mit seiner „Kerwa-Bratwurst“, zum Zweiten mit seiner „Gyros-Bratwurst“. Gebraten wurden heuer in der Kategorie Kreativbratwurst unter anderem eine „Wildbretwurst mit Kraut und Beeren“, ein „Zwetschgen-Röster“; eine „Schokoladen-Eierlikör-Bratwurst“ und eine „Kürbisbratwurst im Bändel“. In der Kategorie klassische Bratwurst war in diesem Jahr erstmals eine „Original Nürnberger Rostbratwurst“ mit am Start, angeboten von der Genusswerkstatt Nina Weiß aus Nürnberg.

Die Schirmherrschaft übernahm die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.
Bei den drei Wettbewerben bewerteten drei Jurys die Bratwürste. Prominente Juroren, darunter die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, Matthias Matuschik von Bayern 3, Bürgermeister Uwe Raab und HWK-Präsident Thomas Zimmer saßen über die fränkische Wurstvielfalt zu Gericht.

Der „Gipfel“ sei längst Kult geworden, sagte Bürgermeister Uwe Raab. In der größten Stadt des Bayreuther Landkreises war vor fünf Jahren die Idee zu dem Fest entstanden. Der Dreiklang von Bratwürsten, Brot und Bier halte Leib und Seele zusammen. Organisator Michael Breitenfelder, der das Wirtschaftsband A9 aus 18 Kommunen managt, betonte die Bedeutung des Gipfels für den Wirtschaftsstandort Pegnitz. Es gehe darum, die Qualität der Erzeugnisse zu vermitteln, die täglich in den Betrieben hergestellt werden: „Die Wirkung des Gipfels soll nicht zu Ende sein, wenn die Holzkohlenasche im Grill verglommen ist.“

Gewinner sind die Metzger

Die Ausnahmeveranstaltung sei eine Riesenchance für die Metzgerbetriebe, ihr Handwerk zu präsentieren, so Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken und zweiter Vorsitzender des Vereins zum Schutz der fränkischen Bratwurstkultur. Er sprach vom größten Event, den die drei fränkischen Kammern gemeinsam ausrichten. „Gewinner sind die Metzger“, sagte Zimmer.

Veranstaltet wurde der Fränkische Bratwurstgipfel vom Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur und den fränkischen Handwerkskammern. Erstmals wurde heuer ein Eintritt von 5 € erhoben, was im Vorfeld für Irritationen gesorgt hatte. Allerdings war im Eintrittspreis ein Verzehrbon von 3 € enthalten. Trotz des umstrittenen Eintritts waren aber dennoch zwischen 17 000 und 18 000 Besucher gekommen, nur geringfügig weniger als in den zurückliegenden Jahren.

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