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Hunderte verendete Schweine in Maststall aufgefunden

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Schweinestall
In zwei Ställen bei Würzburg wurde eine größere Anzahl von toten Schweinen aufgefunden. (Symbolfoto) © imago/BildFunk MV
von am
16.04.2018

In zwei unmittelbar benachbarten Mastschweineställen im Landkreis Würzburg sind mehrere hundert verendete Schweine aufgefunden worden, wie das Landratsamt Würzburg mitteilte.

Das zuständige Veterinäramt ist im Kontakt mit dem Betreiber, der Staatsanwaltschaft Würzburg und der zuständigen Polizeiinspektion. Der Schweinemaststall wurde von der Polizei versiegelt. Um die Todesursache der Tiere festzustellen, werden externe Gutachter hinzugezogen. Nach aktuellem Sachstand liegen keine Hinweise auf das Verenden der Schweine durch eine Tierseuche vor.

Nun arbeitet das Veterinäramt gemeinsam mit der Polizei aktuell mit Hochdruck daran, die Todesursache der Schweine zu ermitteln. So wurden am Montag einige Schweinekadaver zur pathologischen Untersuchung an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen gebracht.

Weiter wird von externen Gutachtern geprüft, ob eventuell ein technischer Defekt zum Schweinesterben geführt hat. Geprüft werde auch, wie viele Schweine sich in dem Stall mit 2450 Plätzen, der nicht voll belegt war, tatsächlich befunden haben. Auch der genaue Todeszeitpunkt ist Gegenstand der Ermittlungen.

Zunächst ist die Stallluft jedoch von einer Fachfirma kontrolliert zu reinigen. Dieses Verfahren beauftragen die Betreiber der Schweinemastställe, mit denen die Immissionsschutzbehörde in Kontakt steht. Über die Dauer dieser kontrollierten Reinigung kann aktuell keine endgültige Aussage getroffen werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass alleine die Planung, Beschaffung und Durchführung durch die zu beauftragende Fachfirma einige Tage in Anspruch nehmen wird.

Erst nach Reinigung der Luft sei ein gefahrloses Betreten der Mastschweineställe möglich. Die Stallluft war durch die Vielzahl der Tierkadaver verunreinigt. Dies wurde zusätzlich durch die ansteigende Außentemperatur begünstigt.

Der anwaltliche Interessenvertreter des Betreibers der betreffenden Schweinemast im Landkreis Würzburg teilt in dessen Auftrag mit, dass der tragische Unglücksfall den Betreiber menschlich schwer betroffen macht. Die externe Klärung der Todesursache der Tiere, insbesondere in diesem Zusammenhang die Überprüfung der technischen Anlagen, werde seitens der Mandantschaft ausdrücklich begrüßt. Mit den zuständigen Behörden werde vollumfänglich kooperiert. Insbesondere wird schnellstmöglich die sach- und fachgerechte Entsorgung der verendeten Tiere eng mit dem Veterinäramt abgestimmt.

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