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Unterfranken

Keine Strafe für Osthausener Landwirt

Gericht Urteil Gott
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Ludwiga Friedl, Wochenblatt
am
14.08.2019

Der Tierhalter, auf dessen Betrieb vergangenes Jahr 2000 Schweine verendeten, hat keine Strafe zu befürchten. Grund dafür ist ein psychiatrisches Gutachten, das der Staatsanwaltschaft vorliegt.

Rund 2000 verendete Schweine wurden im April 2018 in Osthausen im Landkreis Würzburg entdeckt. Der Tierhalter, der zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein soll, hat keine Strafe zu befürchten. Wie sein Anwalt bestätigte, hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Ihr liege ein psychiatrisches Gutachten vor, das aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht an die Öffentlichkeit gegeben werde. Der Landwirt darf keine Tiere mehr halten oder betreuen. Wie der Anwalt mitteilte, akzeptiere er dies uneingeschränkt.

Gegen die Übernahme der Entsorgungskosten von rund 200 000 € hatte der Landwirt im März 2019 erfolgreich geklagt. Dagegen will das Landratsamt (LRA) in Berufung gehen, die gerichtliche Entscheidung steht noch aus. Das LRA Würzburg hatte eine Spezialfirma damit beauftragt, die verendeten Tiere zu entsorgen. Laut Urteil hatte es mehrere Formfehler begangen.

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