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BBV-Bezirkswahlen

Landwirtschaft in die Mitte rücken

Stephan Herbert Fuchs
am
18.04.2017

Bamberg - Anneliese Göller bleibt oberfränkische Bezirksbäuerin, Beate Opel aus dem Landkreis Kulmbach ist die neue Stellvertreterin.

BBV-Bezirkswahlen

Anneliese Göller aus Frensdorf im Landkreis Bamberg bleibt auch in den kommenden fünf Jahren oberfränkische Bezirksbäuerin. Bei der Bezirksversammlung der Landfrauen in Bamberg wurde Göller, die auch Bamberger Kreisbäuerin und amtierende bayerische Landesbäuerin ist, mit allen 53 möglichen Stimmen in ihrem Amt bestätigt. Einen Wechsel gab es dagegen im Amt der stellvertretenden Bezirksbäuerin. Hier löst Beate Opel aus Neufang bei Wirsberg im Landkreis Kulmbach die bisherige Stellvertreterin Rosi Kraus aus dem Landkreis Forchheim ab. Kraus war nicht mehr zur Wahl angetreten, Opel erhielt 51 von 53 möglichen Stimmen.
Zum oberfränkischen Bezirksvorstand der Landfrauen gehören außerdem drei gewählte Stellvertreterinnen. Erste Beisitzerin und gleichzeitig weitere Stellvertreterin der Bezirksbäuerin ist Heidi Bauersachs aus Meeder im Landkreis Coburg. Zu den beiden weiteren Beirätinnen wurden Karin Reichel aus Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel und Marion Warmuth aus Lichtenfels gewählt.
Als oberstes Ziel ihrer Arbeit gab die alte und neue Bezirksbäuerin Anneliese Göller die Devise aus, die Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Dort sei sie lange verankert gewesen, doch mittlerweile klaffe eine große Lücke zwischen der Realität und der Vorstellung mancher Verbraucher. Göller möchte deshalb die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen verstärkt vorantreiben, denn dort seien die Verbraucher von morgen zu finden. Daneben sollen aber auch Partner und Mitstreiter aus anderen Bereichen gezielt gesucht werden, vor allem in den Bereichen Bildungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.
„Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagte Göller. Dabei gehe es nicht nur um Dinge wie das geplante Arzneimittelgesetz, die Düngeverordnung oder die Diskussion über die Zukunft benachteiligter Gebiete, sondern auch um einen „Feldzug gegen die Landwirtschaft“, wie ihn zuletzt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit den sogenannten neuen Bauernregeln betrieben habe. Hier seien die Landfrauen in ganz besonderer Art und Weise mit ihren Beiträgen gefragt, um die Landwirtschaft wieder in der Mitte der Gesellschaft zu positionieren. Die Kindertage auf den Bauernhöfen gehörten genauso dazu wie der Erzeuger-Verbraucher-Dialog, aber auch die Teilnahme an Demonstrationen.
Hier pflichtete der neue und alte BBV-Bezirkspräsident Hermann Greif der Bezirksbäuerin bei. „Wir müssen in Zukunft noch öfter auf die Straße“, sagte Greif. Der Bauernverband sollte kampagnenfähiger werde. Die Landfrauen hätten dabei allerdings schon in den zurückliegenden Jahren immer wieder ihr großes Engagement unter Beweis gestellt.
Eine positive Bilanz über die turnusgemäßen und alle fünf Jahre stattfindenden Verbandswahlen in Oberfranken zog BBV-Direktor Wilhelm Böhmer. In den neun Kreisverbänden im Regierungsbezirk seien sieben Kreisbäuerinnen in ihren Ämtern bestätigt worden, neu gewählt worden sind mit Angelika Seyferth in Bayreuth und Karin Reichel in Wunsiedel zwei Kreisbäuerinnen. Von den stellvertretenden Kreisbäuerinnen seien fünf in ihren Ämtern bestätigt worden, neue Stellvertreterinnen sind Doris Schmitt (Bayreuth), Elke Browa (Hof), Susanne Teuchgräber (Kronach) und Christine Medick (Wunsiedel).

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