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Bayerischer Bauernverband

Maria Hoßmann neu an der Spitze

Bezirkswahl Unterfranken
Sabine Dähn-Siegel
am
03.04.2017

Unterfranken - Frauenteam des BBV-Bezirksvorstands mit langjähriger Erfahrung im Ehrenamt neu gewählt.

Es gibt Termine, für die nehmen sich ehrenamtlich Engagierte viel Zeit, mitunter sogar Urlaub. Die Wahl der neuen unterfränkischen Bezirksbäuerin, ihrer Stellvertreterin und der drei Beiräte im unterfränkischen Bezirksvorstand des BBV ist so ein Termin. Zumindest darf man das aus der Anwesenheit von 50 wahlberechtigten Frauen aus allen sieben unterfränkischen Landkreisen an einem Vormittag unter der Woche in der Gebietswinzergenossenschaft Kitzingen folgern. Diesmal, das war bekannt, standen nicht nur kleinere Veränderungen im Bezirksvorstandsteam an. Astrid
Baum, seit 2002 drei Amtsperioden hintereinander Bezirksbäuerin, kandidierte auf eigenen Wunsch nicht mehr für dieses Amt, das ihr dereinst „die Tür geöffnet hat in Bereiche voll ungeahnter Möglichkeiten“. „Standing Ovations“ erhielt sie für ihren kurzen Rückblick und ihren Dank an alle, die sie im Vorstandsgremium unterstützt hatten, die aktiv waren für die Sache der Landfrauen und der Landwirtschaft. Letztmals in dieser Runde sprach auch (Noch-)Bezirkspräsident Bernhard Weiler.
Wiewohl während seiner Amtszeit mit etlichen Herausforderungen, ungewohnten Situation, auch offenen Anfeindungen konfrontiert, habe er versucht „einen Ausgleich zu finden“, ein „Signal für Gesprächsbereitschaft zu setzen“ auch in für die Bauern schmerzlichen (politischen) Diskussionen. Keinen Zweifel hegte er, dass der Berufsstand weitere Themen wie Grundwasser und Gewässerschutz, Erdverkabelung, Umstrukturierung beackern wird müssen. Zuversichtlich zeigte er sich, dass die Unterfranken „mit guter Mannschaft“ in die Zukunft starten. Auch seine Rede und Arbeit honorierten die Anwesenden stehend mit lang anhaltendem Applaus.

Neue Vorstandschaft

Und so präsentiert sich nun die neue Bezirksvorstandschaft der Frauen: An ihrer Spitze steht die 52-jährige Bezirksbäuerin Maria Hoßmann aus Eußenheim (Lks. Main-Spessart), ihre Stellvertreterin ist die 47-jährige Anette von Berg-Erbar (Lks. Kitzingen), als Beiräte fungieren Cäcilie Werner (Lks. Haßberge), Martina Wild (Lks. Würzburg) und Margit Ziegler (Lks. Rhön-Grabfeld).
Aufgrund der Ablehnung einer vorgeschlagenen Kandidatin blieb Hoßmann – sie ist Kreistagsmitglied, seit zehn Jahren, seit fünf Jahren stellvertretende Bezirksbäuerin – die einzige Bewerberin für das Amt der Bezirksbäuerin. Gewählt wurde die Eußenheimerin mit 40 von 47 gültigen Stimmen. Sie hatte als Ziel ihrer Ehrenamtstätigkeit unter anderem angeführt, das Bildungswerk des Bauernverbandes bekannter machen zu wollen, das Interesse der Bäuerinnen an Agrarpolitik wecken und den ländlichen Raum für Familien attraktiv erhalten zu wollen.

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