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Öffentlchkeit

Tag der offenen Tür im Knoblauchsland

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Fritz Arnold
am
24.04.2018

Am Sonntag, 6. Mai, öffnen Betriebe rund um Ronhof ihre Tore.

Knoblauchsland – Grüner Standort schafft Zukunft.“ Unter diesem Motto laden die Gemüsebauern im Städtedreieck zwischen Nürnberg, Fürth und Erlangen am Sonntag, 6. Mai, wieder die Verbraucher zum „Tag der offenen Tür“ ein, um sich von 10 bis 16 Uhr über die modernen und umweltschonenden Methoden zur Erzeugung von Salaten, Tomaten, Gurken, Balkonpflanzen und Kräuter informieren zu können.

Schirmherr der Großveranstaltung, zu der bei schönem Wetter schätzungsweise 30 000 Besucher erwartet werden, ist der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, denn dieses Jahr sind im jährlichen Wechsel die Orte Braunsbach, Poppenreuth, Ronhof und Sack als Ortsteile von Fürth an der Reihe. Die Festhalle, in der Kreisobmann Peter Höfler um 10 Uhr die Großveranstaltung offiziell eröffnet, befindet sich auf dem Jungpflanzenbetrieb Beier in Ronhof (Alte Reutstraße 245, Fürth).

Hier starten dann auch tagsüber Rundfahrten per Pferdekutschen, Sonderbussen und geführte Radtouren, um die 13 Betriebe bequem erreichen zu können, die sich hinter die Kulissen schauen lassen und zeigen, wie der Anbau von der Aussaat bis zur Ernte und der Verpackung für den Versand von statten geht. Daneben gibt es Maschinenvorführungen, Kinderprogramme und Infos über die moderne Beregnungsanlage des Wasserverbandes Knoblauchsland. Außerdem ist in vielen Betrieben für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, die vor der Heimfahrt auch Gemüse und Jungpflanzen einkaufen können. Ein Haltepunkt ist auch die Kirche St. Peter und Paul in Poppenreuth, wo Kirchenführungen angeboten werden.

In der Festhalle am Jungpflanzenbetrieb Beier präsentieren sich auch die Verbände und Organisationen des Knoblauchslandes mit dem Bayerischen Bauernverband und den Landfrauen, die Kostproben mit Salatgerichten anbieten, die Evangelische Landjugend, die Franken-Gemüse, der Gemüseerzeugerring, der Maschinenring, die Berufsschule, das Amt für Landwirtschaft, der Verband der Gärtnermeister und das Wasserwirtschaftsamt.

In einem Grußwort hebt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die charakteristische Mischung von Tradition und Moderne im Knoblauchsland hervor, das auf eine lange Geschichte bis zum frühen Mittelalter als „Gemüsegarten Mittelfrankens“ verweisen kann. Hier bauen derzeit rund 130 Betriebe auf etwa 1500 ha Gemüse an.

Einer der Betriebe ist die Gemüsebau Hofmann GbR. Zurzeit sind neben Betriebsinhaber Christian Hofmann, seinem Vater Herbert (Gärtnermeister) und Großvater Leonhard jeweils mit Frauen insgesamt sechs Familienarbeitskräfte aktiv. Und die nächste Generation steht mit dem sechs Monate alten Finn schon in den Startlöchern.

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Mit 50 Hektar Freilandanbau gehört die Hofmann GbR zu den größeren Betrieben im Knoblauchsland. Angebaut werden Salate, Zucchini, Brokkoli, Rettich, Rhabarber, Kürbis Sellerie, Wurzelgemüse und Kartoffeln. Auf den 20 000 m² Gewächshausfläche wachsen Schlangengurken, Snackgurken, Paprika und Radieschen heran. Hinzu kommen 7000 m² Folientunnel für den Frühjahrs- und Herbstanbau von Salaten und Gurken im Sommer.

Neben Christan Hofmann als Gärtnermeister und seiner Frau Kerstin als ausgebildete Handelsfachwirtin, die das Büro im Griff hat, sind im Betrieb sieben Festangestellte, davon ein Kaufmann im Einzelhandel und eine Gartenbauingenieurin, aktiv. In der Saison werden ferner 35 bis 40 Helfer aus Rumänien und Polen beschäftigt.
Die Hälfte der Produktion wird über die Genossenschaft vermarktet. 20 % gehen in den Großhandel, 25 % in den Lebensmitteleinzelhandel und 5 % über andere Gartenbaubetriebe an die Konsumenten.
Am Tag der offenen Tür können die Besucher Vorführung und Ausstellung verschiedener Pflanztechniken, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und GPS am Schlepper beobachten und zuschauen wie das Gemüse in verschiedenen Packlinien verkaufsfertig gemacht wird, sich aber auch an Ochsen- und Entenbraten stärken, bevor sie nach eventuellen Gemüse- und Blumeneinkauf wieder den Heimweg antreten.
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