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VLM

Wichtige Größe in der Bildung

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Jürgen Leykamm
am
16.03.2018

Der VLM Mittelfranken feiert sein 50-jähriges Bestehen und Elisabeth Forster wird das Goldene Verbandsabzeichen verliehen.

Nachhaltige Wissensvermittlung im ländlichen Raum hieß die Prämisse, unter der der VLM 1968 seine Arbeit aufnahm. Nun hat der Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder Mittelfranken (VLM) in Triesdorf sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Die vielen Mitstreiter von heute hätten „die Idee und den Idealismus von damals weitergetragen,“ lobte die Vorsitzende Elisabeth Forster bei der Veranstaltung, in deren Rahmen auch die Generalversammlung abgehalten wurde. In all den Jahrzehnten habe der Fokus dabei schon immer nicht nur auf der Land-, sondern auch auf der Hauswirtschaft gelegen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Hans Walter blickte Forster in die Verbandschronik.
Seit 1973 treffen sich Mitglieder am Jahresanfang zu gemeinsamer Fortbildung in Pappenheim im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ). Zunächst bildeten sich hier Meister und Meisterinnen getrennt fort, seit 1999 tut man dies gemeinsam. Im März lädt der Verband seit jeher zu Generalversammlung und Familientreffen. Jahrgangs­treffen und Lehrfahrten prägen das Verbandsjahr. Derzeit hat der Verband 1997 Mitglieder, 1973 gab es gerade einmal 251.
 

Auszeichnungen für besondere Mitstreiter

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Großen Raum nahm die Auszeichnung besonderer Mitstreiter ein: Elisabeth Forster (St. Veit, Pleinfeld) bekam das Goldene Verbandsabzeichen. Sie hat in 25 Jahren 15 Lehrlinge und 23 Praktikanten ausgebildet. Seit 2006 ist sie Vorsitzende des Meisterprüfungsausschuss der Hauswirtschaft auf Bezirksebene. Für den VLM Mittelfranken trat sie 1998 das Amt der Frauenvorsitzenden und 2003 das der Vorsitzenden an, die sie bis heute ist.
Mit dem Silbernen Verbandsabzeichen wurden Friedrich Bauer (Lichtenau), Monika Herrman (Volkertsweiler), Werner Maurer (Wassertrüdingen) und Jürgen Schwab (Dombach im Loch) geehrt, die über Jahrzehnte in Ehrenämtern und als Ausbilder tätig sind. Großes Lob gab es auch vom Landesvorsitzenden Harald Schäfer, der die enorme Entwicklung des Agrarwesens in den 50 Jahren in Erinnerung rief.
Regierungsvizepräsident Eugen Ehmann zollte dem VLM als „gewichtige Größe in der Bildungslandschaft ländlicher Raum“ Respekt. Als Sprachrohr der Haus- und Landwirtschaft würdigte der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal den Verband. Zur Kooperation der Verbände rief Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer auf, auch die Jugend dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. In einer vom stellvertretenden Vorsitzenden Dietmar Helm moderierten Podiumsrunde waren sich Elisabeth Henninger und Else Winkler, Forsters Amtsvorgänger Gerhard Beyer und Karl-Peter Ratz als langjähriger Ausbildungsberater der Regierung von Mittelfranken einig, dass der Verband selbst auch künftig als „Interessenvertretung ein Werkzeug der Zukunftssicherung sein und kein Selbstzweck“ sein solle. Ministerdialdirektor Hubert Bittlmayer vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte, dass die Marktkompetenz der Landwirte stärker gefördert werden müsse.

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