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Waldschutz

Borkenkäfer: Jetzt startet die heiße Phase!

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
22.06.2018

Beim Borkenkäfer tut sich in diesen Tagen Entscheidendes.

Fichte mit Borkenkäferbefall

Zum Einen lassen sich erstmals für dieses Jahr die offensichtlichen Merkmale der vom Borkenkäfer befallener Fichten erkennen: sich rötende Kronen (Bild 4011, Friedrich Maier AELF WM) und/oder abgeschlagene Rinde (bild 3598 von Friedrich Maier AELF Weilheim) im oberen Stammbereich.

Zum Anderen fliegen dieser Tage die ersten jungen Käfer aus. Sie werden nächste Woche weiter, meist bumperlg´sunde Fichten befallen. Erkennbar wird das am Bohrmehl sein, das die Tierchen aus der Rinde rieseln lassen. Daran kann der Waldbesitzer den Befall erkennen und die neue Käferbrut abschöpfen.

Der Wetterbericht sagt für nächste Woche warmes und trockenes Wetter. Das sind ideale Bedingungen für den Borkenkäfer - aber auch für den Waldbesitzer, um die Bekämpfung einzuleiten. Denn das Bohrmehl, das die Käfer aus der Rinde rieseln lassen, ist dann gut sichtbar am Fuß der Stämme oder auf der Bodenvegetation. Das sind untrügliche Kennzeichen für einen Befall durch den Schädling. Der Baum ist  nicht mehr zu retten, er muss gefällt und möglichst bald aus dem Wald geschafft werden.

Was sollten die Waldbesitzer jetzt tun? "Raus in den Wald gehen, nach abgeschlagener Rinde oder roten Kronen Ausschau halten. Wo sie so etwas finden, außen herum nach Bohrmehl suchen (das ist wichtig!). Und und das am besten alle 2 Wochen." sagt Thomas Grebenstein, Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigun Ammer - Loisach e.V.

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