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Wertholzsubmission

Die Eiche ist weiterhin gefragt

Wertholz
Externer Autor
am
04.03.2019

Holzart stellt wieder die „Braut“ bei der Südostbayern-Submission.

Waging/Lks. Traunstein Die „Braut“ der Südostbayern-Submission war auch in diesem Jahr wieder eine Eiche. 2600 € legte ein Furnierhersteller für den mächtigen Stamm hin. Mit 1370 € erzielte allerdings eine Eibe den höchsten Festmeterpreis, was bei den naturgemäß eher bescheidenen Ausmaßen aber lediglich 68 € für den Stamm erbrachte.
Mehr als 500 Stämme und 22 Holzarten lagerten heuer auf dem weitläufigen Areal des Waginger Strandkurhauses. Von den 485 fm fanden 95 % im Erstverfahren einen Käufer. Die Besonderheit in diesem Jahr: Ein Herbststurm in den Bayerischen Saalforsten bescherte ein großes Angebot an Zirbe. Die 67 Stämme dieses aromatisch duftenden Gebirgsbaumes erzielten im Schnitt 443 € pro Festmeter, der Spitzenpreis lag bei 940 €.
Von den 103 Eichenstämmen konnten 99 verkauft werden. Der Durchschnittspreis betrug 408 €/fm, das Maximalgebot lautete auf 824 €/fm. Erzielt von einem 5,30 m langen Stamm mit 87 cm Durchmesser. Für diese 3,15 fm bekam der private Anlieferer 2595 €. Mit 854/fm € lag der Höchstpreis für einen Bergahorn noch über dem der „Eichenbraut“. Seit 22 Jahren liefern private und staatliche Waldbesitzer ihre vermeintlich wertvollsten Stämme. Veranstalter dieser Wertholzsubmission sind die Bayerischen Staatsforsten, die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden sowie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein. Mit 280 fm war die Waldbesitzervereinigung Laufen-Berchtesgaden größter Anbieter.
Beim Nadelholz zeigt der Trend nach oben. Höhere Preise erzielten Lärche (253 €/fm) und Tanne (182 €/fm). Die Fichte blieb mit 197 €/fm stabil. Das Interesse an der Ulme sinkt. Nur 60 % davon fanden einen Käufer. Der Durchschnittspreis ging im Vergleich zum Vorjahr von 473 auf 373 €/fm zurück. Die angebotenen 50 fm Eschenholz erbrachten durchschnittlich 162 €. Gänzlich fehlten diesmal Buche, Kiefer und Douglasie.
Zwischen Brennholz und begehrter Rarität liegt manchmal nur ein schmaler Grat. So gingen auch Stämme weg, die Forstmann Christian Thaler als „Ladenhüter“ eingestuft hatte. Zum Beispiel ein Spitzahorn mit einem Stamm in S-Form und markanten Astlöchern. Es ändern sich die Moden. Musste die Esche lange Jahre makellos weiß sein, so ist nun eher der „Olivenkern“ gefragt. Die fünf Scheinzypressen erzielten durchschnittlich 423 €/fm, die sechs Zwetschgen 604/fm €. Der Spitzenpreis betrug hier 900 €/fm. Weil es dieser Stamm aber nur auf 0,09 fm brachte, erzielte der Anbieter dafür lediglich 81 €. Großes Interesse herrschte an den Führungen, welche die Veranstalter mehrmals anboten. Dabei erklärten sie die Eigenschaften der Holzarten und deren Verwendung. Hannes Höfer
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